An alle Bürger, die sich gern selbst ihre Meinung bilden

Was ist Vogelgrippe?

Seit dem Jahr 1901 kommt es in Deutschland immer wieder zu Ausbrüchen der sogenannten Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt.

Die Vogelgrippe wird von einem Grippevirus verursacht. Es gibt unterschiedlich gefährliche Erreger, manche sind sehr ansteckend. Vom diesjährigen (2016) Virus, H5N8, geht keinerlei Gefahr für Menschen aus.

 

Wie erkennt man ein krankes Tier?

Es zeigt Zeichen allgemeiner Schwäche, hohes Fieber, eine erschwerte Atmung mit geöffnetem Schnabel, Schwellungen an Kopf, Hals, Kamm, Kehllappen, Beinen und Füßen, wässrig-schleimigen Durchfall und neurologische sowie motorische Störungen. 

Die Vogelgrippe ist also eine ernst zu nehmende Geflügelkrankheit. 

 

Muss dieser Krankheit Einhalt geboten werden?

Ja, natürlich!

 

Welche Maßnahmen werden ergriffen?

Die Landkreise erließen Verordnungen, die dafür sorgen sollen, dass möglicherweise infizierte Wildvögel und deren Ausscheidungen nicht mit Geflügel in Kontakt kommen können, die sogenannte Stallpflicht. Die Stallpflicht soll also gesundes Geflügel vor kranken Wildvögeln schützen, keine Menschen vor Geflügel. Die eingestallten Tiere sind gesund! 

Denn auch wenn noch keinerlei Beweis dafür vorliegt, wie das Virus überhaupt Geflügel infizieren kann, könnten es ja wilde Zugvögel übertragen haben, die aus Russland, Asien...mit dem Virus im Gepäck nach Deutschland geflogen sind. 

Eigentlich sehr einfach….

….wären da nicht jede Menge wissenschaftlich belegter Ungereimtheiten und Widersprüche.

 

Welche?

Wie beim Menschen auch gibt es gefährliche und nicht so gefährliche Grippeerreger.

Sehr krankmachende (hoch ansteckende) Viren HPAI (Highly Pathogenic Avian Influenza) und

Wenig krankmachende (wenig ansteckende) Viren LPAI (Low Pathogenic Avian Influenza)

 

1. Meist tritt die Krankheit zuerst in den großen Ställen der Industrie auf.

2. Bei Verdacht auf Vogelgrippe wird nur darauf getestet. Auch der Nachweis einer überstandenen Grippe wird als Grippe betrachtet und alle Tiere werden dann getötet. Eine andere Todesursache wird nicht mehr gesucht. Würde man alle verstorbenen Menschen darauf untersuchen, ob sie mal Grippe hatten, wieviele Fälle würde man wohl finden?

3. Mit dem Mist der Großbetriebe werden Felder gedüngt. Der Mist wird oft längere Zeit auf den Ackerflächen gelagert, bevor er in den Boden eingearbeitet wird. Immer wieder befinden sich halb verweste, tote Tiere aus den Stallungen in diesem, die gar nicht bemerkt wurden. Lassen sich wilde Zugvögel auf diesen Äckern zur Rast nieder oder suchen dort nach Nahrung, ist eine Infektion mit dem Virus möglich. Es stimmt also, dass die Zugvögel (unfreiwillig) an der Verbreitung des Virus beteiligt sein könnten - weil sie von Viren aus industrieller Haltung fahrlässig angesteckt wurden.

4. Für die unvorstellbaren Mengen an Geflügelfutter, die die Industrie benötigt, werden häufig Schlachtabfälle und getötete Tiere (größtenteils Geflügel, auch aus anderen Teilen der Welt wie Asien) verarbeitet. Das nennt sich Tiermehl - hatten wir da nicht schon schlimme andere Krankheiten, die von Tiermehl verursacht wurden?

5. Ständig werden europa-, ja, sogar weltweit Eintagsküken, Eier und Geflügelprodukte in unvorstellbaren Größenordnungen transportiert. 30.000 Tiere in einer Ladung sind normal, sogar eher eine kleine Größe. Erwiesenermaßen wurden auch an Vogelgrippe erkrankte Tiere und belastete Produkte schon transportiert und in den Handel gebracht.

6. Könnte ein grippekranker Wildvogel mehrere tausend Kilometer weit zu fliegen? Wären Sie in der Lage, mit einer ausgewachsenen Virusgrippe einen Fußmarsch quer durch Deutschland hinzulegen? 

7. Aber es gibt eine auffallende Häufung von Vogelgrippeausbrüchen entlang der Hauptverkehrsrouten der Transportwege von Geflügel, Eiern, Geflügelprodukten und Futtermitteln. Auch die Vogelkundler bestätigen, dass die Vogelzugrouten anders verlaufen als die Fundorte.

8. Sonnenlicht tötet Viren. Bewegung an der frischen Luft und Sonnenlicht stärkt das Immunsystem, auch vom Geflügel. Stellen Sie sich vor, Sie müssten tagtäglich mit einem grippekranken Kollegen klarkommen. Entweder stehen Sie in einer überfüllten U-Bahn dicht an dicht (Stallhaltung), oder Sie stehen 20 - 30m voneinander entfernt auf der grünen Wiese (Freilandhaltung). Was wäre Ihnen lieber?

 

Wieso dann Stallpflicht?

Haben Sie in den vergangenen Jahren schon einmal davon gehört, dass es bei vielen privaten Geflügelhaltungen zeitnah viele Vogelgrippefälle gegeben hätte? Von Fällen in der Massentierhaltung in den ach-so-sicheren Ställen hört man dagegen ständig (hier finden Sie aktuelle Zahlen).

Schauen Sie in die Presse, die Medien, wie viele Tiere bei sogenannten "Ausbrüchen" der Krankheit gekeult wurden? Es sind fast immer mehrere tausend Tiere. Welcher private Geflügelhalter hat schon tausende von Enten, Hühnern, Gänsen….? Überwiegend Ställe der Industrie sind betroffen. Wen wundert das? Ständig sieht man Medienberichte über die katastrophalen Haltungsbedingungen in oftmals überbelegten Großstallungen, ständig werden Medikamentenrückstände, Salmonellen, MRSA und andere Keime in Geflügelfleisch, -produkten, Eiern gefunden.

Warum müssen denn nun all die kleinen privaten und auch kleinen gewerblichen Geflügelhalter, die ihre Tiere liebevoll mit viel Auslauf an Luft und Sonne halten, alle in Ställe sperren? Wenn eine solche Vorsichtsmaßnahme wie die Aufstallung offensichtlich schon in industriellen Großställen mit ausgeklügelten Seuchenschutzvorkehrungen nichts bringt? Wie soll eine Stallpflicht das Grippevirus fernhalten? In den Ställen der Massentierhaltungen gelingt es ja ganz offensichtlich nicht!

Sollten Sie jetzt nachdenklich geworden sein:

Ob das denn alles so stimmt, was uns die Behörden über die Vogelgrippe erzählen? Dann lesen Sie bitte weiter auf unserer Internetseite.

 

Wer hat denn nun recht?

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung - und hinterlassen Sie gerne einen Kommentar im Gästebuch!

Skurril - wie Mist sicher gelagert wird....

Ursprünglich war das Bild links, das eine Anwohnerin von dem "hermetisch abgeriegelten Mist" nach einer Ausstallung gemacht hatte, auch im Online-Angebot der Wildeshausener Zeitung. Mittlerweile ist das Bild gegen ein anderes ausgetauscht worden - auf der Facebookseite war es aber noch verfügbar, allerdings nicht downloadbar. deswegen an dieser Stelle hier der Screenshot. Den dazu gehörenden Artikel findet man hier: https://www.kreiszeitung.de/lokales/oldenburg/wildeshausen-ort49926/putenmist-wird-hermetisch-abgedichtet-7181599.html