Gemeinsam gegen die Willkür

Während der Seuchenepisode 2016/2017 haben wir es alle erlebt: urplötzlich wurden wir entrechtet, bei Antrag auf Ausnahmegenehmigung beprobt und letztlich nicht selten auch herausgefordert, uns zu wehren. In Schwante/Oberkrämer wurden aufgrund eines Befundes ohne klinisches Erscheinungsbild hunderte Tiere sachUNkundig gemetzelt, in Wörth konnte ein ähnliches Szenario Gott sei Dank verhindert werden - aber sicher ist derzeit niemand, der Geflügel hält, so lange die Amtveterinäre auf der Grundlage einer überholten, tierfeindlichen und bürgerrechtsfremden Gesetzesgrundlage befugt sind, ihrer Macht "kraft Amtes" Ausdruck zu verleihen - und dabei ALLES zum Ermessensspielraum zu erklären, was auch nur noch ansatzweise durch die Geflügelpestverordnung legitimiert scheint.

ES REICHT!

RECHT - GERECHTIGKEIT?

Wir alle wissen: Recht entspricht nicht unbedingt dem, was der gesunde Menschenverstand als gerecht empfindet - und genau hier liegt das Problem. Gerechtigkeit ist etwas, was eine ausgewogene Betrachtung der Umstände und der Beteiligten impliziert - Recht ist etwas, was der Gerechtigkeit Spielraum lässt und dadurch ziemlich ungerecht werden kann. So wie die Geflügelpest(schutz)Verordnung.

 

Ehe wir über unseren Besuch bei der Kanzlei Schneider berichten, soll Leonardo da Vinci zu Wort kommen, der sagte:

 

"Jedes Hindernis lässt sich durch Beharrlichkeit beseitigen" - damit meinte er, dass der  Mensch aus Fehlern lernt - und dass es sinnvoll ist, die Dinge zuweilen neu zu denken.....

UNSER WEG

Bündnis

Nicht umsonst haben wir uns im November 2016 für den Namen AKTIONSBÜNDNIS VOGELFREI entschieden. In all unserem Auftreten, in jeder Art des Erscheinens sind wir unberechenbar. Wir schmieden Bündnisse mit Verbänden und Vereinen und demonstrieren: WIR SIND NICHT ALLEIN!

 

Medien

Das AKTIONSBÜNDNIS VOGELFREI bedient die Medien. Wir kommentieren, schreiben selbst und lenken die Aufmerksamkeit - das ist unangenehm. Für die Politik und ausführende Ämter.

 

Politik

Wir stehen in positivem, aber durchaus in kritischem Kontakt zu allen denkbaren Politikern und Parteien - fragen nach und veröffentlichen.

Recht

Ab April 2017 bereiten wir uns mit der Kanzlei Schneider und Collegen auf die nächste Episode vor...


DER TERMIN IN DER KANZLEI SCHNEIDER

Die Beteiligten

Am 10.4.2017 trafen sich in der Kanzlei Schneider und Collegen mit Herrn Gregor Schneider die AVF-Aktiven Afra (Vamperl), Markus (Altsteirer) und Wolfgang (Yrwelcome), begleitet durch Dr. Ingo Irmler.

 

Am Tag zuvor gab es eine „Hofkonferenz“ bei Wolfgang am Irschenberg zusätzlich mit Frank R. (ae500fr) und schließlich Kirstin (Tanny) und Nic (Nicolina) via Skype. Ziel war, auszuloten und in Erfahrung zu bringen, welcher zukünftige Weg für das Aktionbündnis VogelFrei (AVF) gangbar ist, ohne dabei anderen Engagierten unbeabsichtigt quer zu schießen oder sich in unbegründete Hoffnungen zu versteigen.

 

Die Kanzlei Schneider & Coll hat seit zehn Jahren Erfahrung: mit dem „Tiergesundheitsgesetz“ und den umsetzenden Behörden, den Ämtern vorwiegend im süddeutschen Raum und schließlich auch dem FLI. Wir Geflügelhalter profitieren hier von der seit langem erfolgreich bestehenden Kooperation zwischen der IggT (Interessensgemeinschaft gesunde Tiere) und der Kanzlei Schneider & Coll.

Vor Ort

In einem zweistündigen Beratungsgespräch haben wir vier VogelFreie dort mit Herrn Gregor Schneider eruiert, welche Wege im Vorankommen in Hinblick auf eine Änderung der Geflügelpestverordnung - unter welchen Umständen und mit welcher Maßgabe - Aussicht auf Erfolg haben können.

 

Gemeinsam wurde ein mögliches künftiges Vorgehen skizziert, das wir parallel zu der Beobachtung aller politischer Entwicklung weiter verfolgen wollen. Denn nach der Vogelgrippe ist vor der Vogelgrippe, selbst wenn zu hoffen und zu erwarten ist, dass sich hier Änderungen einstellen mögen.

 

Die anvisierte Strategie benötigt bereits im Vorfeld die Unterstützung einer „breiten“ Masse und in der Folge finanzielle Mittel.

 

Sodass es – für den Fall, dass keine Änderung der Verordnung stattfindet – hilfreich ist, bereits JETZT potentiell kämpferische Geflügelhalter aller Couleur – Rassezüchter, Freilandhalter, Hobbyhalter, Kuschelhuhnhalter, Zoos, Wildparks und Tierheime - zu vereinen.

 

Jeder, der Kampfgeist besitzt, grundsätzlich bereit ist, sich von der Kanzlei Schneider mit vertreten zu lassen und somit auch juristische Wege unterstützen will, bzw. selbst juristisch unterstützt werden will, wird dafür benötigt. Selbstverständlich erfahren alle Teilnehmenden Näheres, sobald sie mit uns in Kontakt treten - entweder über AB_VogelFrei@web.de oder über unsere Ländervertreter.

 

Dieser Pool an Personen, deutschlandweit, wird schließlich „für den Fall der Fälle“, dass es kommenden Herbst erneut zur Aufstallung im Rahmen der fehlgeleiteten Deutung der Geflügelpestverordnung kommt, von Bedeutung sein.

Es gibt keine Garantien dafür, dass wir mit dieser anderen Strategie gewinnen – aber Möglichkeiten, anzugreifen.

 

Für eben diese Vielzahl an Personen wiederum benötigen wir aber auch finanzielle Rückendeckung, die beispielsweise durch eine „Eieroffensive“ (ähnlich einem Milchpfennig)  und/oder durch eine Fördermitgliedschaft oder Spende (www.foerderverein-vogelfrei.de) erreicht werden kann.

Wir sind alle auf dem rechten Weg....

Deutlich wurde im Gespräch mit Herrn Schneider eines:

Sowohl die einzelnen Klageversuche als auch die breite politische, wissenschaftliche, vereinsinterne, mediale Aufklärung – ebenso wie die permanente Offenbarung des Unmuts durch Leserbriefe, Teilangriffe auf Behörden, den Diskurs mit Ämtern und Behörden, durch Widerstände im privaten Rahmen, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Kontaktaufnahme zu Instituten, Kanzleien, die Demonstration des Zusammenschlusses und letztlich auch die Aufteilung auf die Bundesländer mit einzelnen Ansprechpartnern – all dies hat in den letzten sechs Monaten dazu geführt, dass Politik und Ämter eines gemerkt haben:

 

WIR ALLE LASSEN SO NICHT MIT UNS UMGEHEN.

UND: WIR SIND VIELE!

 

Mittlerweile beziehen immer mehr Politiker – sicher auch dank des Wahljahres! – Position. Deswegen müssen wir versuchen, die Novellierung der Geflügelpestverordnung zu unseren Gunsten bis zum September, besser noch in den kommenden drei Monaten, auch als politisches Ziel der Parteien, aufrecht zu erhalten.

 Nach unserem Gespräch ahnen wir, dass so manches, was lapidar als "Verschwörungstheorie" von uns "Spinnern" abgetan wird, dies mitnichten ist....

 

Wir gehen, durch die Möglichkeit, eine Rechtssache über den Förderverein zu finanzieren, einen anderen Weg - der im Vorwege mit vielen besprochen und daher auch verzögert initiiert werden konnte - als bspw. der völlig vereinsunabhängige Weg der AgV Cimbria. Hierbei stehen wir einander aber definitiv nicht im Wege, wir sägen nur mit unterschiedlichen Werkzeugen am selben Ast.

 

Durch das Verfolgen eben eines gemeinsamen Zieles, für das wir so ALLE möglichen Mittel und Ressourcen ausschöpfen, gilt es, miteinander und füreinander das Beste für unsere Tiere zu erreichen.