Bitte lesen Sie von oben nach unten, wie das AVF in Wörth die Tötung vieler Tiere verhindern konnte.

Wörth: Es geht um die Gimbsheimer Ente, die Landesente von RLP

So geht es den Züchtern:

 

Durch die Feststellung H5 in unserer Zuchtanlage im

RGZV Wörth am Rhein sollen bei uns rund 500 Tiere gekeult werden. Ich als Züchterin züchte seit zwei Jahren dieGimbsheimer Ente mit Herzblut ich opfere meine ganze Freizeit für die Zucht. Die Küken ziehe ich jedes Jahr zuhause im Wohnzimmer groß, dass sie so zahm wie möglich werden und ich mich 24 Stunden am Tag um sie kümmern kann. Von heute auf morgen soll alles aus sein. Die meisten Menschen meinen, man kann die Tiere einfach durch neue ersetzen. Aber ich liebe meine Tiere von ganzem Herzen und kann sie nicht einfach durch neue ersetzen, da ich sie selbst ausgebrütet und großgezogen habe.


DROHENDE KEULUNG IN WÖRTH AM RHEIN: INFO HIER

Wörth A. Rhein - Keulung drohtE!

Am Montag, 9.01.2017, drohte am Vormittag die Keulung des ganzen Bestandes der Zuchtanlage.

 

In der Zuchtanlage des RGZV Wörth wurde bei einer Routinekontrolle ein klinisch unauffälliger Bestand getestet.

 

Bei einer routinemäßigen Beprobung gab es am Dienstag den 3.01.17 Blutproben von 8 Tieren (wegen Antrags auf Ausnahmegenehmigung) davon 2 positiv H5 Subtyp, beides Enten!

 

Freitag 6.01.17: 45 Tupferproben (Kloake und Rachen) bei 3 Züchtern sind 7 Tiere H5 Subtyp positiv, wieder nur Enten.

 

Sämtliche Tiere sind ausnahmslos klinisch gesund, zeigen also keine Krankheitssymptome!

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich angesichts dieser Sachlage um ein niedrigpathogenes Virus handelt, ist hoch.

Das endgültige Ergebnis der spezifizierenden Untersuchungen aus dem FLI wird frühestens Mitte nächster Woche erwartet.

 

Wir ALLE sollten nicht zulassen, dass hier ein ganzer Bestand von gesundem Wassergeflügel in Rheinland Pfalz angesichts der Fakten vorbeugend gekeult wird.

Das Leben der Tiere eines GANZEN VEREINS steht auf dem Spiel.

 

Das ist die Situation:

 

9 Enten wurden auf ein LPAI – ein niedrigpathogenes Influenza Virus getestet.

Alle anderen rund 500-600 Wassergeflügel sind entweder nicht beprobt oder negativ.

 

Es ist kein Nutzgeflügelbestand. Er gefährdet keine anderen Bestände.

Es handelt sich um Tiere unterschiedlich stark geschützter Arten.

 

Die Tierseuchenschutzverordnung der Bundesrepublik ERLAUBT in solchen Fällen auch, die Tiere unter Quarantäne zu stellen und regelmäßig zu beproben und damit das Leben der nicht positiv beprobten Vögel zu schützen/zu retten.

 

Im Opelzoo ist dies mit dem betroffenen, inmitten seiner Artgenossen tot aufgefundenen Pelikan sogar bei einem positiven H5N8 Befund, also hochpathogen umgesetzt worden.

 

Zudem hat Prof Dr Dr hc Mettenleiter, Chef des Friedrich Löffler Instituts hat am 1.12.2016

in Kiel bei der Veranstaltung des Dr Habeck, Landwirtschaftsminister Schleswig Holstein

persönlich ausgesagt, dass:

 

"das Vorkommen von LPAI in Wassergeflügelbeständen normal" sei.

"Sie würden praktisch in jedem Wassergeflügelbestand, den sie beproben, immer LPAI nachweisen können. "

 

Dies bedeutet:

 wenn der positiv getestete Vogel nicht klinisch auffällig ist, ist er nicht krank, sondern hat irgendwann in der Vergangenheit einmal eine Grippe durchgemacht und jetzt eine entsprechend bei den Beprobungen positiv ansprechende Immunantwort entwickelt.

 

Es sind also gerade diese die besonders immunstarken Tiere.

 

 Es kann nicht angehen, dass man einen Bestand, in dem alle anderen Tierenegativ sind, keult - für etwas, was im Normalfall (siehe Zitat oben) in jedem Bestand vorhanden ist.

 

Dann müssten wir sämtliches Wassergeflügel der Welt ausrotten!

 

Der zuständigen Amtsveterinärin wurde die Entscheidung aus der Hand genommen.

 

Die Landesregierung Rheinland Pfalz hat das Ruder übernommen und gibt die Anweisungen.

 

Bitte helfen Sie durch Berichterstattung, Fragestellung, Anwesenheit vor Ort etc. diese Greueltat zu verhindern.

 

 Hier sind die Daten:

 Ort des Geschehens:

 

Geflügelzuchtanlage

Im Klammen Grund

76744 Wörth am Rhein

 

Zeitpunkt der geplanten Keulung

hier gibt es unterschiedliche Angaben:

 

Montag, 9.1.2017 ab 8 Uhr morgens

 

Montag, 9.1.2017 vormittags

 

Montag, 9.1.2017 Mittags

wir gehen von morgens aus.

 

Jede Form des LEGALEN WIDERSTANDS hilft, die Öffentlichkeit auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

 RECHTSGRUNDLAGE: unterhalb des Lageplans

 

Kommentar:
Die GeflPestSchV erlaubt in diesem Fall ganz klar die Anwendung des § 47 also die Quarantäne-Lösung.

Für diese Entscheidung benötigt es keine Risikobewertung des FLI.

Es wird immer 100% damit argumentiert, dass das FLI das aus Risikosicht anders sieht und das Institut maßgeblich ist.....es steht aber so definitiv nicht in diesem §.

Und der Adressat der Keulungsaktion darf auf eine sachgerecht Entscheidung mit Berücksichtigung aller Fakten bestehen.

WO liegt das Seuchenrisiko genau bei drei symptomlosen Enten?

Der Schutz der Allgemeinheit ist durch die Abschotung gegeben!

Wie und wodurch wird wer objektiv zurechenbar konkret (und nicht nur abstrakt!) gefährdet?

Kurz:

Wenn aufgeführt werden kann, wie ein Schutz vor Verbreitung der Seuche vor Ort gewährleistet werden kann (Separieren der betroffenen Tiere, Stallhaltung...etc) sollte man hinweisen auf die Verhältnismäßigkeit der geplanten Tötungsaktion:

Es ist fraglich, ob die sofortige Tötung aller Tiere zu Seuchenschutz-Zwecken erforderlich ist.

Ein ausreichender Seuchenschutz ist hier auch mit dem milderen Mittel der Quarantäne gegeben.

Zudem ist die Tötung ein nicht unbeachtlicher Grundrechtseingriff in die Rechte der Tierhalter.

Zweifelsohne ist der Schutz der Allgemeinheit ein hohes Gut, jedoch ist durch die niedrigpathogene Virusvariante nicht von einer akuten Gefahr für diese auszugehen. Die betroffenen Tiere, die restlichen Tiere und die Halter zeigen keinerlei seuchenrelevante Symptome.

Durch die Tötungsanordnung wird nicht nur in Eigentumsrechte und das Recht auf freie Handlungsfreiheit auf das Schärfste eingegriffen, sondern auch tierschutzrechtliche Belange negiert. In der Zuchtanlage befinden sich rechtlich geschützte Tiere. Tiere, deren Genpool erhaltenswert ist; ein "Auslöschen" dieses Genpools und seiner Diversität aufgrund einer abstrakten Gefahr erscheint unangemessen.

Eine Tötung sollte als ultima ratio für den Ernstfall mit konkreter Gefahr für die Allgemeinheit verbleiben.

Diese Bilder stammen vom RGZV Wörth und zeigen die Tiere in der vergangenen Woche!

Samstag, 14.1.2017

Alle Tiere konnten nach jetzigem Stand
der Dinge gerettet werden!

Wir danken allen beteiligten Behörden und Parteien
für die gute Zusammenarbeit und dafür,
dass sie sich für das Leben der Tiere eingesetzt haben, obwohl dies der deutlich schwierigere Weg war!

Nachdem gestern sämtliche Sicherheitsauflagen, die seitens der Behörden vorgegeben wurden,  von den Züchtern umgesetzt wurden, sind jetzt alle Tiere aufgestallt oder unter Abdeckungen, die den Anforderungen entsprechen.

Die mit dem sehr milden Erreger LPAI H5N3 positiv beprobten Tiere befinden sich in Vollquarantäne. Hierfür wurde ein hermetisch abgeschlossener Stallcontainer eingerichtet, zu dem nur die festgelegten Pfleger Zugang haben.

Wir werden den Kontakt zu den Wörthern halten.

11.01.17

 

Update: Wir haben es geschafft - zumindest vorerst. Die Tötungsanordnung wurde heute 11.01.2017 zurückgezogen!

 

SWR - Film

 

Warum vorerst? Siehe nachfolgenden Text:

 

https://drive.google.com/open?id=0B3yN0ZTsVMtYT3JRZnpjcWg5bDBRckxZOVhQQ3NiVjg1Qmdv

 

d.h. Die Anordnung der Tötung des Gesamtbestandes wurde zurückgezogen. Das ist ein Grund zum Feiern, ohne Frage! Aber wir kennen die Ersatzlösung noch nicht. Sollte diese inakzeptabel sein oder hier nur auf Zeit gespielt werden, dann sind wir sofort bereit, das Gericht erneut anzurufen.

 

Damit Ihr wisst, welche Schriftsätze zum Erfolg geführt haben werde ich ganz unten auf dieser Seite einen Auszug davon veröffentlichen.

 

Zur weiteren Information siehe bitte die untenstehenden Links.

 

Von unseren bisherigen Spenden konnten wir 4.000,00 EUR für diese Aktion separieren.

 

Der RGZV Wörth am Rhein kann etwa 5.000,00 aufbringen.

 

Wir müssen nun im nächsten Schritt klarstellen, dass es sich nicht um einen homogenen Betrieb handelt. Es ist nicht der Verein, der per Keulung geräumt wird, die Tiere gehören verschiedenen Züchtern. Dies ist wichtig, da dem Einzelnen als Kontaktbetrieb mehr Rechte zustehen und entspricht der Wahrheit.Dadurch steigen aber auch die Gerichtskosten um zusätzliche 3.000,00 EUR für die wir um zusätzliche Spenden im Eilverfahren bitten müssen. Update: Diese Zusatzkosten fallen vorerst nicht an. Dennoch hat unser Anwalt natürlich bereits viele Stunden aufwenden müssen und er kann natürlich nicht andere Fälle liegen lassen und dann nicht entlohnt werden.

 

Warum kostet das so viel? Für jeden Züchter werden etwa 500,00 EUR Gerichtskosten fällig. Der Anwalt muss zumindest teilweise seinen Aufwand entschädigt bekommen. So sind wir nur für die einstweilige Verfügung schon bei fast 10.000,00 EUR.

 

Anschließend muss aber auch noch die gerichtliche Auseinandersetzung selbst durchgeführt werden. Grob geschätzt kommen wir auf insgesamt 15.000,00 EUR. Update: hoffentlich nicht mehr. Aber die laufenden Beprobungen jedes einzelnen Tiers und die Logistik für die Aufstallung werden auch Geld kosten. Ich denke die Spender können gut damit leben, wenn wir nach Begleichung der Rechnungen, die 4.000,00 EUR aus den Altspenden nicht angreifen müssen, dann nehmen wir das zurück in den Klagefonds. Wenn dann noch etwas vom Geld übrig sein sollte, das zweckgebunden für Wörth gespendet wurde, dann werden wir das dem Verein von seinen 5.000,00 EUR Anteil abziehen damit der Verein sein Geld für die Unkosten behalten kann.