VogelFrei-Blog

Hier im Blog schreiben Mitglieder des Aktionsbündnisses Features, Reportagen, Berichte - es kann persönlich, emotional und authentisch zugehen, ebenso aber auch mal nur blanke Zahlen und Fakten umfassen, was hier gebloggt wird. In jedem Fall gibt es wieder, welche Gedanken uns umtreiben!


Metasequoia - Aggression hinter Gittern!

Kommentar auf Augsburger Allgemeine
„Vogelgrippe- Aggression hinter Gittern“

Solche Aussagen können nur von Menschen kommen, die überzeugt sind, dass alle Hühner braun sind und alle Kühe lila.
Wenn sich auch nur einer dieser ach so allwissenden und gesetzesbelesenen Amtspersonen mal auf einen Biobauernhof oder in einen Rassegeflügelverein bemühen würde, dann gäbe wenigstens einen Menschen mehr in diesen Amtsstuben, der der Realität ins Auge geblickt und vielleicht sogar gemerkt hat, dass eben nicht alle Hühner braun und alle Kühe lila sind.
Warum beschleicht mich, als Rassegeflügelzüchter, nur zunehmend das Gefühl, dass Rassevielfalt nicht nur nicht gewünscht, sondern für einige wenige (höchstwahrscheinlich genau vier große landwirtschaftliche Geflügelerzeuger) extrem gefährlich ist, wahrscheinlich noch gefährlicher, als jegliches HxNx- Virus. Es könnte sich ja herausstellen, dass diese ach so gefährlichen Rassen, die da z.B. Altsteirer, Brakel, Deutsches Reichshuhn, Krüpper, Lakenfelder, Vorwerk, und wie auch immer heißen, nicht anfällig für das Virus sind.
Das wäre tatsächlich extrem gefährlich, aber nur für solche Institutionen wie das FLI, die vier Geflügelgroßkonzerne und deren Erfüllungsgehilfen auf Partei- und Regierungsebene. Gefährlich deshalb, weil diesen Rassen nicht die Widerstandskraft zu Gunsten der Wirtschaftlichkeit weggezüchtet wurde. Gefährlich deshalb, weil diese nicht mit Antibiotika und anderen Medikamenten vollgepumpt werden müssen, um nicht vor Mastende und Vermarktung tot umzufallen. Gefährlich deshalb, weil diese Rassen sich auch außerhalb (oder besser gesagt GERADE außerhalb) hermetisch abgeschlossener Großzuchtanlagen mit hochtechnisierten Seuchenschutzanlagen behaupten würden. Und natürlich gefährlich deshalb, weil sich diese und andere genetisch gesunde Geflügelrassen munter vermehren und für Ihre Besitzer Eier legen würden.
Und das kann doch nun wirklich nicht sein, Verbraucher, die nicht die "guten" Produkte der Geflügelgroßkonzerne kaufen und konsumieren. Wo kämen wir denn da hin, wenn gesunde Menschen nicht mehr ihre zusätzlichen Rationen Antibiotika, Nitrate, multiresistenten Keime und was da noch für gute Zutaten in Masthähnchen und Co. schlummern, verabreicht bekommen.
Da könnten ja gleich noch wichtige Wirtschaftszweige, wie die Pharmaindustrie weg brechen. Nein, das geht also gar nicht!
Behaupten die Rassegeflügelzüchter doch tatsächlich, so gut wie noch nie Vogelgrippeviren in ihren Beständen gehabt zu haben, und das seit Jahrhunderten! Und gefährlicher Weise können das viele von denen sogar beweisen. Völlig verständlich, dass da FLI und Erfüllungsgehilfen dagegen vorgehen und auch solche Kleinbestände beproben müssen. Gefährlicherweise könnte nämlich sonst noch der Unterschied zwischen Masthybriden und Rassehühnern auch für die gottseidank bisher kritiklosen Verbraucher offensichtlich werden. Und zum Glück erlaubt ja die Geflügelpestverordnung eine sofortige Keulung bei Verdacht....was die Beprobung dann im nachhinein ergibt, ist ja obsolet.
Das Ganze natürlich nur zum Schutz der deutschen Geflügelbestände, die zum Schutz vor einem "elendigen Verrecken" durch das Virus vorsichtshalber elendiglich erschlagen, oder mit viel zu kleinen Genickbruchzangen vor eben diesem Virus bewahrt werden.
Mann, es muss doch endlich mal wer begreifen, dass es Politiker und FLI nur gut mit uns meinen!!!

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Züchterträume

Mit 8 Jahren bin ich als Jugendzüchter in den RGZV Wörth eingetreten und seit dem überzeugter Geflügelzüchter. Enten hatten mir sofort gefallen, da ich diese von meiner Oma zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Damals wie heute war mein Ziel immer seltene und besonders bedrohte Nutztierrassen zu erhalten.
Besonders die Hochbrutflugenten in verschiedenen Farbschlägen, insbesondere im Farbschlag blau mit Latz, habe ich seit dem gezüchtet. Hiervon gibt es laut aktuellem Bestand in ganz Deutschland gerade einmal noch 30 Tiere.
Auch die Altreiener Elsterenten, in die ich mich vor 2 Jahren verliebt habe, und welche bei uns in RLP erzüchtet wurden, sind vom Aussterben bedroht. Mehr als die Hälfte der noch existierenden Individuen befinden sich in meiner Parzelle.

 

Ich bin sehr stolz darauf, dass die hohe Tierqualität meiner Rassen durch meine erreichten Titel, wie der des mehrfachen deutschen Meisters und Bundessiegers, sowie des Europameisters, bestätigt wurden und der Lohn für meine jahrelange Arbeit ist.

Dieser für die Zucht wertvolle Genpool wäre bei einer Keulung unwiederbringlich verloren und meine jahrelange, seit Kindertagen durchgeführte Arbeit wäre völlig sinnlos gewesen.

Jedes Jahr ziehe ich selbst die Küken groß und investiere daher nicht nur Zeit und Geld in die Aufzucht, sondern bin auch mit vollem Herzen dabei. Und das soll nun alles von einem auf den anderen Tag vorbei sein? Nur weil Tiere Antikörper gegen die Vogelgrippe gebildet haben?

 

Es gab bei uns in der Anlage nicht einen Todesfall. Wie kann man dann eine massenhafte Abschlachtung genetisch wertvoller, von Hand aufgezogener, völlig gesunder Tiere so blindlings durchführen?

 

Für mich ist das eine Schande und ein Skandal gegenüber den wehrlosen Tieren selbst.

 

Viktor Dörfler

 

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Frohe Weihnachten, Euer Huhn

Liebe Menschen!

Ich bin ein Huhn. Ich kann mir etwa 50 Gesichter merken, so groß- und nicht viel größer sollte meine Familie sein.
Mir gefällt es in freier Natur, unter blauem Himmel und auf der grünen Wiese, da ich mir gern mein Futter selbst suche, und auch Gras fresse. Ich bin wirklich äußerst genügsam, und auch Kälte macht mir nicht viel aus. Leider gibt es immer weniger Menschen, die mir einen Platz in ihrem Garten geben.
In letzter Zeit ist es nämlich immer schwieriger geworden, Hühnern wie mir ein schönes Zuhause zu geben. Es gibt nämlich Menschen, die mich nicht so gerne in freier Natur sehen. Sie wollen, dass ich vor allem im Winter, viele Monate eingesperrt bleibe. Ich kann das nicht verstehen, weil es mir im Stall ganz sicher nicht so gut geht wie draußen, und ich denke im Stall werde ich viel eher krank als draußen. Und es ist doch wichtig für die Gesundheit, dass ich mich wohl fühle.

Außerdem frag ich mich was so schlimm daran ist, krank zu sein. Jeder ist doch mal krank, und grad eine Grippe kann man sich schnell mal einhandeln. Wieso darf ich das nicht sein? Die Gesundheit der anderen Hühner ist- zumindest bei den Hühnern die ich so kenne- so gut, dass es ihnen gar nichts ausmacht, wenn ich mal ein wenig kränkel. Es tut mir auch leid, wenn die Gesundheit von anderen Hühnern, die z.B. sich nicht wohl fühlen, weil sie dauernd das gleiche fressen müssen, viel zu viel arbeiten müssen, keine Sonne, keine frische Luft kennen, und kaum Ruhe finden, weil dauernd eine auf der anderen rumhackt, schneller krank werden, und schneller sterben, aber was hat das mit mir zu tun?
Aber selbst wenn ich völlig gesund bin, und nur meine Blutwerte den Menschen nicht gefallen, weil ich Antikörper gegen Krankheiten gebildet habe, was eigentlich jeder gut finden sollte, kommen Leute die mir nach dem Leben trachten. Sie werfen mir vor, ich wäre Schuld, wenn woanders Hühner sterben, weil ich Antikörper im Blut habe. Das macht mich wütend und traurig. Was kann ich denn dafür, wenn Menschen Hühner so schlecht züchten, und halten, dass sie anfällig für Krankheiten werden, die mir sehr wenig anhaben?
Und selbst wenn die Menschen bei denen ich lebe, das absolut nicht wollen, kommen diese komischen Leute mit Feuerwehr und Polizei, sie überfallen uns regelrecht! Sie bedrohen auch jeden der sich nicht an ihre komischen Regeln hält mit Geldstrafen. Ich kann verstehen, dass sich viele nicht mehr trauen, uns Hühnern ein gutes Leben zu bieten. Es wurden in den letzten Jahren immer mehr Regeln eingeführt, angeblich zu unserem Besten, aber die ganzen Pflichten rund um Anmeldung, Gebühren, Impfungen, und Stallpflichten, sowie die grausamen Folgen, falls mal einer uns Hühner verpetzt, weil mal eine bisschen krank ist-
Das wird vielen privaten Hühnerhaltern zu viel, und dann trennen sie sich schweren Herzens von uns.

Und ja ich liebe die Menschen, sie sorgen gut für mich und ich bin glücklich. Aber die Hühner, die in den Hallen eingesperrt sind und es sehr schwer haben, die verfluchen die Menschen jeden Tag. Sie sagen es ist die reinste Folter, und sie fragen sich warum sie diesen vielen Schmerz ertragen müssen, während das Leben doch grad für Vögel frei und leicht sein sollte. Seht nicht weg! Zeigt Zivilcourage. Setzt euch für die Freiheit und das Leben von Geflügel ein!

Da gerade Weihnachten ist. Alles Gute zu Weihnachten.

Bild: Vinny

Text: Anshana Alabaster

OFFENE WORTE unseres Züchterkollegen P. Wicknig

Ich bin Vorstand in einem Ortsverein in Niedersachsen der seit seiner Gründung 1968 dem Landesverband Bremen angehört.

 

Unser Verein ist recht aktiv und seine Mitglieder sehr Erfolgreich auch auf Bundesschauen, Deutsche Meisterschaften , Blaue Bänder,

 

Siegerbänder usw. sind nicht selten in unseren Reihen.

 

Seit ich 1988 im Vorstand und AL. in unserem Verein Tätig bin hat dieser eine sehr Positive Entwicklung genommen,

 

1988 waren es 24 Mitglieder überwiegend ältere Herren und Heute sind wir 82 Erwachsene und 11 Jugendliche mit Tendenz steigend.

 

Unsere Jährliche Lokalschau wurde 1988 von Ca. 80 Personen besucht, in der letzte Jahren zählen wir nachweislich immer über 500 Besucher plus Vereinsmitglieder und Kinder / Jugendliche von denen kein Eintritt verlangt wird.

 

Wir versuchen Jahr für Jahr gezielt Arten und Rassevielfalt den Besuchern zu zeigen und die Beratung über die Haltung und Versorgung die Ansprüche der Tiere der Unterschiedlichen Rassen ist uns sehr wichtig, und wird von den Besuchern Dankend und Lobend angenommen.

 

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Warum ich dieses Ihnen so ausführlich schreibe ?

 

ich möchte das Sie wissen das ich nicht wie ein Blinder von der Farbe spreche !

 

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Ich habe in meinem Leben auch schon auf sogenannten Hähnchen und Putenfarmen als Aushilfsarbeiter beim Ausstallen gearbeitet !

 

Von daher kenne ich auch diese Seite der Geflügelhaltung ein wenig.

 

Denn die Tiere springen nicht von selbst in die Transportkisten zum Schlachthof, hierfür werden nach wie vor Menschen benötigt,

 

diese werden von den Betreibern der Farm gerne aus Kreisen der Landjugend mit Geflügel Erfahrung rekrutiert.

 

Nach dem Ausstallen und der Reinigung der Anlagen sind oft noch Restfuttermengen in den Silos und Leitungen die dann nach dem Motto

 

nichts Umkommen lassen von einigen Hobby Haltern auch Rassegeflügelzüchter verfüttert wurden und noch Heute werden.

 

Diese Tatsache könnte eine Erklärung für die Übertragung von Viren in Hobbyhaltungen sein , die aber nur schwer nachweisbar ist, denn dann würde der Arbeiter der Mastanlage wohl mit sofortiger Wirkung seinen Arbeitsplatz verlieren. Die Ausgestallten Tiere werden auf dem Schlachthof wohl eher nicht auf mögliche H5N8 Vieren untersucht ? Sondern werden verarbeitet und in den Handel gebracht. Diese haben keine Lebenszeit mehr um zu erkranken.

 

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Zootiere die in der Vergangenheit nachweislich aufgestallt erkrankt sind, Pelikan, Reiher, Störche, usw. wurden nicht mit Erbsen und Wurzeln aus der Dose gefüttert, sondern ua. mit Hahnenküken und Preiswertem Geflügelfleisch aus Massentierhaltungen.

 

Wir haben in unserem Verein auch zwei Langjährige Tierpfleger im Verein.

 

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Das der Geflügelkot und Einstreu und nicht gefundene in der Aufzucht verendeten Tieren immer bis zum 15.Nov. plus /minus 2.Wochen auf Felder und Weiden ausgebracht werden muss laut Verordnung trifft dann mit dem Vogelzug Jahr für Jahr zusammen, diese haben dann den Virus eingeschleppt.???

 

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All diese mir bekannten Tatsachen sollten auch unseren Vorständen im Bund und Landesverbänden lange bekannt sein !

Unternommen wurde gegen die Ungerechtfertigte Aufstallung bis lang nur recht wenig oder Halbherzig / alibimäßig gar nichts !

 

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Können Sie sich noch daran errinnern Ihre Tiere zu einer Geflügelschau zu bringen ohne Impfzeugnis ? ohne TSK.Nr.

 

ohne Herkunftsbescheinigung ?

 

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All das ist noch nicht allzulange her !

 

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Ich war anlässlich der Qualzucht ( Krüperfactor ua.Chabos & Bommeln bei Araucaner ) Debatte vor einigen Jahren im Niedersächsischen Landtag bei damaligen Landwirtschaft Minister Karl Heinz Funke,

 

mit anwesend waren ua.seine Referentin Frau Dr. Dayen und Fred Sandmann LV.Bremen und Heinrich Rosenhagen aus meinem Verein.

 

Wir Konten ihm anhand einfacher Beispiele und Erklärungen verdeutlichen das die Anschuldigungen und Behauptungen aus Hessen falsch sind.

 

So das er bei der Bundesrat Sitzung zu diesem Thema auch in unserem Sinne abgestimmt hat.

 

Bei dem Gespräch wurde auch das aufkommende Thema Mitgliedschaft Tierseuchenkasse angesprochen, seine Aussage da zu :

 

wenn wir in Deutschland keine anderen Sorgen haben als zu überprüfen ob Oma Lieschen und der Hobby Kleintierhalter in der Seuchenkasse ist , dann gute Nacht....... Aussage Karl Heinz Funke ! darauf Bundeslandwirtschafs Minister.

 

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Heute sind wir alle in der TSK. damit ggf. ein schneller zugriff und Kontrolle der Veterinär Behörde möglich ist !

 

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Zu den unten stehenden Fragen von Zuchtfreund D. an Zf. D. möchte ich nur sagen :

 

Alle Vorstände Bund und LV. haben es 10 Jahrelang versäumt etwas zu Unternemen, hier wurde TEAM Arbeit gemacht 10 Jahre !

 

 

 

T = Toll

 

E = ein

 

A = anderer

 

M = machts ...... oder auch nicht

 

 

 

Ich unterstütze die Leute aus Flensburg um Mathias Güthe  und auch Zuchtfreund H. D.

 

 

 

Es gehört eine menge Mut sich als LV.Vorstand mit teilen des BDRG zu überwerfen !

 

Obwohl die Herren doch für die in der Satzung stehenen aufgaben stehen sollten.

 

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"Das Wirken gilt der Arterhaltung des Rassegeflügels unter beachtung ihrer Gesundheit, Leisungsfähigkeit und Bewahrung ihres Genrervoirs"

Hühnerhaltung- artgerecht?


Nachdem ich über Jahre hinweg keine Eier mehr konsumiert habe, weil es meinen Anforderungen an „artgerechter Haltung“ nicht gereicht hat, ein Mindestmaß zu finden, sondern ein Maximum erreicht werden sollte- habe ich mir eigene Hühner angeschafft.

Maximale Bewegungsfreiheit, in Freilandhaltung umgesetzt- und erstaunt darüber in welchem Bewegungsradius, wenn ihnen möglich, sie sich frei bewegen- welches dem 2. Artikel des TschG -der artgerechten Haltung entsprechen müssten, sofern nicht „andere Gründe“ dem entgegenstünden.

Mit diesen „anderen Gründen“, bin ich durch die Aufstallungspflicht konfrontiert worden.
Diese wurde bereits landesweit verhängt, als sich Geflügelpest -Funde in einem kleinen Radius befanden ( und über zweihundert Kilometer von meinen paar Hühnern entfernt.)

Ohne jedwede Fristen, wurden meine Hühner „Opfer“ des vorauseilenden Gehorsams eines „grünen Ministers“, der die Fragen seiner eigenen Partei ignoriert (http://www.hamburger-fortbildungstag...regierung.html) und stattdessen Schulterschluss mit dem dort hinterfragten Friedrich Löffler Institut zeigt.
Ich wehre mich gegen diesen Aktionismus und fordere die Medien und die Politik auf, deutlich zu hinterfragen.
Inhalte dazu sind reichlich gegeben…damit Freilandhaltung erhalten bleibt und nicht Opfer
von wirtschaftlichen Interessensverbünden wird.
                                                                                           Nicole Zimmer

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Offener Brief: SO NICHT MIT UNS!

Antwort von mir am 12.12.1016:

Sehr geehrte Frau Dr ....,

 

Ich weiß, Ihre Zeit ist begrenzt, aber nehmen Sie sich bitte die 5 Min. Zeit, diese E-Mail zu lesen.

 

Hätten Sie meine erste E-Mail tatsächlich gelesen, wüssten Sie, dass nicht der Ausbruch der Geflügelpest bei mir Fragen aufwirft, sondern der Umgang der Regierenden damit.

 

Meine Fragen werden durch die Informationen auf Ihrer Website in keinster Weise beantwortet. Da ich mich in den letzten 3 Wochen in meiner Freizeit mit kaum etwas anderem als diesem Thema beschäftigt habe, bin ich über alles, auch die Ergüsse des FLI (auf das  sich die Behörden ja einzig verlassen) und die daraus resultierende Geflügelpestverordnung, sehr gut informiert.

 

Eine meiner Fragen ist und war, warum das FLI als einziges Institut mit der Sache betraut ist, die Deutungshoheit hat und nicht von anderen Stellen gegenkontrolliert wird. Da die Auswirkungen auf Tierhalter (Geflügelhalter, Hunde- und Katzenhalter) durch die Geflügelpestverordnung gravierend sind, sollte es selbstverständlich sein, dass nicht nur ein Institut mit der Forschung und Interpretation betraut ist, das durch die Nähe zur Geflügel- und Pharmaindustrie auffällt.

 

Eine weitere Frage ist: Warum wird nicht von FLI- und Geflügelindustrie-unabhängiger Seite genauestens untersucht, welche Auswirkung die Handelsströme der Geflügelindustrie auf das Seuchengeschehen haben und wie gering die Gefahren tatsächlich sind, dass durch Wildvögel (insbesondere Gartenvögel), Schadnager, Katzen und Hunde ein Vireneintrag in Geflügelhaltungen (besonders Freiland-Kleinhaltungen) stattfinden kann?

 

Liegen weiterhin Fälle vor, in denen aus solchen Kleinhaltungen mit infizierten Tieren andere Geflügelbestände infiziert wurden? Das müsste doch, wenn die theoretische Gefahr ernstzunehmend ist, nach über einem Jahrzehnt internationaler Erfahrung mit verschiedenen Vogelgrippeviren, erforscht und durch Zahlen belegt sein?

 

Außerdem möchte ich gerne wissen, wie es bei einem so hochansteckenden Virus passieren kann, dass es nach den ersten Funden von annähernd 200 toten infizierten Reiherenten an den Plöner Seen weder zu einem anhaltenden Massensterben in der dortigen Wildvogelpopulation kam, noch Hobby-Geflügelhaltungen im Umkreis und im weiteren Verlauf des Flusses Schwentine, der durch besagte Gewässer fließt, vom Virus betroffen waren. Auch weitere infizierte Wildvögel wurden meines Wissens im weiteren Verlauf des Flusses bis zur Mündung nicht gefunden und alle anderen Funde bundesweit (außer Bodensee) waren in der Regel Einzelfunde / wenige Vögel.

 

Ich bitte Sie und das FLI, diese Fragen unter die FAQ aufzunehmen und sie zu beantworten.

 

Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass Ihre Zeit begrenzt ist.

 

Aber bedenken Sie, dass auch ich nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung habe und mir dieser Unsinn schon mehr als genug Zeit gestohlen hat. Ich habe Familie, kleine Kinder, bin selbständig und habe in der Vorweihnachtszeit mit dem Weihnachtsgeschäft mehr als genug zu tun. Dann musste ich noch eine Voliere bauen, soll Biosicherheitsmaßnahmen umsetzen (mit welchem Geld? Das für die Weihnachtsgeschenke der Kinder? Oder das, was für Impfungen, Wurmkuren und andere eventuelle Tierarztkosten beiseite gelegt wurde?) und die Hühner beschäftigen, damit sie in der Enge nicht aggressiv werden. Oder lieber gleich alle schlachten?

 

Es wird Zeit, dass sich etwas ändert und wir nicht mehr an der Nase herumgeführt werden. Ich möchte gerne ehrliche Antworten auf meine Fragen haben und nicht ein vom FLI und der Geflügelindustrie verordnetes "Bla bla bla".

 

Ich danke Ihnen im Voraus, wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und verbleibe,

 

Mit freundlichen Grüßen,

Sabine Fuchs

Dies ging voran:

Gesendet: Donnerstag, 1. Dezember 2016:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Zum Thema Vogelgrippe / Geflügelpest / H5N8 gibt es inzwischen eine Fülle von Veröffentlichungen, Empfehlungen, Handreichungen, Meldungen...

 

Eine jedoch fehlt bis heute. Titel: "Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig Holstein setzt sich kritisch mit Friedrich-Loeffler-Institut über dessen Empfehlungen und Risikoeinschätzungen in Sachen Vogelgrippe auseinander"

 

Warum fehlt das bis heute? Wo es seit mindestens 10 Jahren ausreichend Anhaltspunkte dafür gibt?

 

Ich fordere Sie auf, diesen Sachverhalt auf Grundlage des hier angehängten wissenschaftlichen Beitrages offen zu diskutieren und zu einer vom FLI unabhängigen Schlussfolgerung und Einschätzung der Lage zu kommen.

 

Für eine realistische Bekämpfung und zum Schutz der Wildvögel ist es dringend notwendig, andere Maßnahmen als die bisherigen zu ergreifen.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Beitrag von Steiof et al.:

 


"Alle diese Erkenntnisse sind nicht neu, sie wur-
den sogar mehrfach publiziert. Der Umstand, dass alle
Gegenargumente aber vom FLI seit 2006 nachhaltig
ignoriert werden, legt nahe, dass diese Einrichtung zu
einer zielführenden epidemiologischen Aufarbeitung
von HPAI-Seuchenzügen und damit auch einer Ent-
wicklung sinnvoller Strategien zu deren Bekämpfung
nicht in der Lage ist. Den verantwortlichen politischen
Entscheidungsträgern ist daher dringend zu empfehlen,
andere Institutionen oder Personen mit dieser Aufgabe
zu betrauen."

 

Ich bitte um Rückmeldung und danke Ihnen im Voraus für die professionelle Bearbeitung meines Anliegens.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Sabine Fuchs

 

 

 

Antwort aus dem Ministerium am 08.12.2016

 

Sehr geehrte Frau Fuchs,

 

vielen Dank für Ihre Nachricht, deren Eingang wir Ihnen gern bestätigen. Der Ausbruch der Geflügelpest in Schleswig-Holstein wirft bei Ihnen und vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie Betroffenen Fragen auf.

 

Für eine Erstinformation sind wesentliche Inhalte auf der Web-Seite der Landesregierung unter www.schleswig-holstein.de/gefluegelpest zusammengestellt. Die eingehenden Fragen werden ausgewertet und der Katalog der häufig gestellten Fragen (FAQ) auf der Web-Seite der Landesregierung wird ggf. ergänzt.

 

Wir bitten vor dem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehens um Verständnis, dass eine Einzelbeantwortung Ihrer Fragen nicht erfolgen kann.

 

Das FLI ist für die Länder das Institut für die Risikobewertung zu Tierseuchengeschehen. Insoweit möchte ich auch auf die aktuellen Risikobewertungen hinweisen. Als Bundesinstitut untersteht das FLI dem Bundeslandwirtschaftsministerium.


Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Dachmarke_E_Mail

 

 

 

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt

 

und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein

 

Referat Veterinärwesen

 

Es bleiben Fragen: Widersprüche im Umgang mit der Vogelgrippe und die damit verbundenen Gefühle

Viren und Bakterien gehören zum Leben dazu – seit das Leben entstanden ist.
Ohne Bakterien würden wir keinen Tag überleben – unsere Haut könnte ihre wichtigste Aufgabe nicht mehr wahrnehmen, Nahrungsaufnahme wäre unmöglich.

Ich habe weder ein Interesse daran, die Welt steril zu machen, noch will ich unsterblich werden – ach ja und ich will auch die Naturgesetze nicht beherrschen oder außer Kraft setzen.
Ich will einfach nur naturnah leben – ich will normales, natürliches, regionales und saisonales Essen zu mir nehmen können, ohne recherchieren zu müssen, ob „regional“ nun auch „von hier“ heißt, oder ob „regional“ alles sein kann, was irgendwo aus Deutschland kommt.
Ich will Eier essen können, die von Hühnern kommen, die draußen in kleinen, funktionierenden Gruppen leben durften und am Ende ihrer „produktiven Zeit“ noch wie gesunde Hühner aussehen und nicht wie ein fertig gerupftes Suppenhuhn, was man nur noch einschweißen muss, um es gefrierfertig zu haben.
Ich will nicht hinterfragen müssen, ob Freilandeier gerade doch aus dem Stall kommen oder ob „die frische Milch“ mit den glücklich auf der Wiese grasenden Kühen vorne auf dem Bild nicht doch das Produkt einer Massentierquälerei ist.
Ich will, wenn ich einen Erdbeerjoghurt kaufe einen Joghurt mit Erdbeeren haben und nicht in irgendwelchen E-Listen recherchieren müssen, was die 20 Bestandteile darin sind, die dem Joghurt ohne Erdbeeren den Erdbeergeschmack verleihen……
Ich will anderen Lebewesen mit Respekt und Achtung begegnen können und vor allem dürfen! Und ich will weder mit verantwortlich sein dafür, noch es mit finanzieren, dass unzählige Lebewesen weltweit misshandelt, zu Tode gequält und sinnlos totgeschlagen und vermüllt werden, dass ihnen ihr natürlicher Lebensraum aus reiner Geld- und Machtgier zerstört und meine ganze natürliche Umwelt vernichtet wird – und das alles im Namen der Wissenschaft – im Namen des Verbraucherwunsches – im Namen der allgemeinen Sicherheit…
„Der Verbraucher will das so!“ (Zitat Habeck)
Bin ich kein Verbraucher? Wer ist dann DER Verbraucher?

• Bin ich alleine mit meinem Standpunkt – der EINE Verbraucher, der das nicht so will, wie es gerade ist? Nein, es gibt noch mehr, viel mehr. Sind wir die Mehrheit?
• Da gibt es noch die, die es genau SO wollen:
alles steril, alles hygienisch, alles frei von Störungen – gegen alles gibt’s die passende Pille und für alles auch - alles hoch technisiert – Einwegmode, täglich neu und der letzte Schrei – Wegwerfmentalität beim Verfallsdatum - und am besten mit dem Plastikbaum im Garten – der macht keinen Dreck und zieht keine lärmenden Vögel an…… finden wir hier die „Mehrheit?““…..
• Dann gibt es da noch die, denen alles egal ist – Hauptsache billig und Hauptsache, abends läuft das Dschungelcamp – sind die die Mehrheit?
• Ja, und dann sind da noch die, denen das alles völlig am Hintern vorbei geht, solange sie mit dem, was sie tun maximalen Gewinn und maximale Macht erlangen und das „Fussvolk die Klappe hält – wen schert schon, was weit weg vom eigenen Ferienhäuschen im Naturschutzgebiet und fernab vom Wohnhäuschen mit großem Garten in bester städtischer Wohnlage (selbstredend ohne Zwischenlager, Hochspannungsleitungen, Windmühlen, Massentiermastanlagen, Großschlachtereien oder sonst irgendwelchen „unschönen“ Dingen in der Nachbarschaft) geschieht? Solange Geld, Macht und/oder Ruhm sich mehren. Ist das „die Mehrheit?“
• Nicht zu vergessen dann noch die, die auf unserer Welt verhungern und die, wüssten sie, was wir hier treiben, die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würden - die dankbar wären, wenn sie auch nur einen Bruchteil des Fleisches hätten, was wir wegwerfen - ist das die Mehrheit?

WO ist die Mehrheit? …und ach ja, egal, ob ich jetzt zur Mehrheit zähle oder nicht – reden sie, unsere Politiker, denn nicht alle immer davon, dass man auch die Minderheiten schützen müsse? Dass man „solidar“ mit den Minderheiten sein müsse?

Wo ist denn nun DER Verbraucher, der das alles so will, wie es jetzt ist

Und um zurück zu kommen auf die derzeitige Situation mit der Vogelgrippe:
Gensequenzen – Mutationen und was ich sonst noch so alles von selbst ernannten Fachleuten hier verlinkt sehe ……..
…das alles interessiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne - und täte es das, ich verstehe es sowieso nicht – brauche ich auch nicht.

Um zu verstehen, was im Moment gerade geschieht, muss ich kein Wissenschaftler sein, sondern nur die Augen öffnen und versuchen, etwas logisch zu denken:

• Es werden Tiere aufgestallt zu deren eigenen Schutz ….
…. damit sie sich nicht infizieren……..
….. die aber sofort auch gesund tot geschlagen werden, wenn ein infizierter Wildvogel vor der Voliere zu Boden geht - also können sie, bis sie sowieso tot geschlagen werden, wenigstens glücklich im Garten scharren.

• Es werden symptomlose Tiere und all ihre zufällig im gleichen Bestand anwesenden Artgenossen totgeschlagen, wenn sie einen positiven AI Befund haben – egal, ob es sich um eines der vielen AI Viren handelt (egal um welches), egal, ob es sich um eine Infektion oder ob es sich um Antikörper aufgrund einer längst vergangenen und überstandenen Infektion handelt, wohl wissend, dass in nahezu jedem natürlich lebenden Geflügelbestand derartige Antikörper normal vorkommen

• Es werden Biosicherheitsmaßnahmen verlangt, die die Behörden selbst bei ihren Keulaktionen nicht im Entferntesten einhalten

• Es werden Hunde an die Leine und Katzen ins Haus verbannt, weil sie das Virus verschleppen könnten, während Tauben, die von einer Wildvogelfutterstelle zur nächsten fliegen und auch vor einem Zwischenstopp an Oberflächengewässern nicht Halt machen, als gefahrlos gelten, nur weil sie sich selbst nicht infizieren? (tun Hunde und Katzen auch nicht)

• Es werden hunderttausende gesund gekeulte Nutztiere in den Müll geworfen, während man dem Verbaucher im selben Atemzug erzählt, dass das Fleisch unbedenklich ist, wenn es 3 Minuten bei 70 Grad erhitzt war? Da frag ich mich doch: warum wird das gekeulte Fleisch dann nicht verarbeitet in Fertigprodukten, wo mit hocherhitztem Fleisch gearbeitet wird?

• Es werden blindwütig alle privaten Hausgeflügel weggekeult, während andere Geflügel offensichtlich eine mächtige, schützende Hand über sich haben, denn sie dürfen in die Quarantäne?

• Es wird argumentiert, dass das private Geflügel nicht raus dürfe, weil es sich infizieren könne und so zur Gefahr für andere würde? Worin liegt denn die Gefahr: wohl kaum in der Übertragbarkeit auf andere Bestände, denn diese Geflügel bleiben an einem Ort (anders, als Tauben), verlassen das Grundstück nicht (anders als Wildvögel) und werden auch nicht um die Welt verfrachtet (anders als Wirtschaftsgeflügel). Die Gefahr liegt einzig in einer von Menschen gemachten Verordnung, die vorschreibt, alles platt zu machen, was sich im Umkreis befindet, lebt und Federn hat – sinnbefreit und blindwütig.

Sooo viele Widersprüche – so viel Leid und so viel Arroganz – warum sollte ich irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungen verstehen müssen, wenn mir schon mein ganz schlichter Verstand sagen muss, dass das alles jeder Logik entbehrt.

Und dabei sollte man denken, dass eine von Menschen gemachte Verordnung, wenn sich herausstellt, dass sie Unsinn ist, auch von Menschen wieder zurück genommen werden würde……

Aber was sind gegen das Eingeständnis, etwas falsch gemacht zu haben, schon einige Millionen Tiere weltweit, die niedergemetzelt und vermüllt werden, um etwas auszurotten, was mit zu den natürlichsten Dingen der Welt gehört…..

Sollte es der Menschheit jemals gelingen, eines Tages alle Viren auszurotten, dann wird es auf dieser Erde schon lange keine Tiere und Pflanzen mehr geben…..und der Mensch, so er noch lebt, trägt seinen Raumanzug mit Nährlösungsinfusion .......FUTURE:......

Kirstin Zoller

Persönliches Wochenendstatement

Für mich geht es in Hinblick auf die aktuelle Vogelgrippe um zwei Paar Stiefel aus dem möglicherweise selben Schrank.

 

Das eine ist: ich hätte gerne mal Klärung über die Verbreitungswege der Viren. Da ich keine Virologin, leider aufgrund eines Interessenskonfliktes nicht einmal Biologin, bin, bin ich hier auf Hilfe anderer angewiesen, um mir ein objektives Bild machen zu können. Ich bin nicht dumm, ich kann mir auch vergleichsweise komplexe Inhalte aneignen, aber ich brauche eventuell sachliche und objektive Hilfe dazu, um das binnen eines verträglichen Zeitrahmens und ohne vollständiges Studium zu schaffen.

So einfach ist das - die, die mich beim Wissenserwerb unterstützen, müssten mich dafür aber auch ernst nehmen und am Diskurs interessiert sein.

Zum Beispiel, wenn es um die Verbreitung der Viren und der entsprechenden Sequenzen, der Reassortanten etc. geht.
Ich mutmaße, dass bei einer ergebnisoffenen Betrachtung des Phänomens Aviäre Influenza in Hinblick auf die Verbreitungswege der Viren ohnehin kein "entweder-oder" rauskommt, sondern dass es längst und seit Jahrzehnten ein "deswegen-weil-in Folge" ist.
Soweit dazu.
Als nächstes fände ich den UMGANG mit der Erkenntnis wichtig.

Ja, Viren sind echt scheiße, sie können mutieren und sie mutieren nicht einmal in einem Schritt (naja, geht ja wohl auch), sondern während der Weitergabe und aufgrund der vielen Typen und Subtypen - NUR: wieso glauben "wir" an die Allmacht des Menschen, dies in allen Fällen verhindern zu können?
Wieso ist es bei den Vogelgrippeviren so extrem wichtig, bei Human-Erkrankungen aber gibt es keine Verordnungen?

Richtig - weil da das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen über den Kollektivgedanken gestellt wird. Und genau DAS ist MEIN zweites Paar Stiefel, für das ICH mich im Aktionsbündnis einsetzen will:
Ich lasse mir das Selbstbestimmungsrecht über die Art und Weise, wie ich meine Hühner halte, nicht gerne entziehen, insbesondere DANN nicht, wenn es keine Grundlage dafür gibt. Die Rechtsgrundlage ist eine Geflügelpestverordnung, die in Zusammenhang mit einem für Mensch und ander Säuger erwiesenermaßen nicht ungefährlichen Variante erlassen wurde. Das war im Jahr 2006/2007 und wurde der Einfachheit halber gleich für alle Varianten der sogenannten Vogelgrippe erlassen.

OKAY - kann ich mit leben, wenn ich muss -
HIER - im Herbst 2016 - aber sehe ich Willkür und eine Unverhältnismäßigkeit der Mittel! Wir haben ein für Mensch und Säuger ungefährliches Virus, das seit Jahrzehnten, von Europa über Asien kreisend, rund um die Erde existiert. In der Dauer liegt die Gefahr der Mutation. Ja, so ist es. AKTUELL aber ist das Virus ungefährlich. Um die Gefährlichkeit und damit die Legitimation für die Aufstallungen (als beschlossene Maßnahmen) dem breiten Publikum gegenüber zu rechtfertigen, spricht man medial geschickt von einer "Pandemie" und wiederholt die "hohe Pathongenität" - Worte, die einen Laien bei Wiederholung derselben wirklich extrem kompetent erscheinen lassen, selbst, wenn er/ sie nicht weiß, was das bedeutet. Beides sowas wie "gefährlich halt".  Und da man schon dabei ist, wird auch gleich alles, was ein HxNy im Namen trägt, getötet, sobald ein einzelnes Tier eines Bestandes betroffen ist - es sei denn, es handelt sich um öffentlichkeitswirksames Geflügel wie die Pelikane im Opel Zoo.

DAS finde ich persönlich als manipulativ, den Umgang bei Befall eines Bestandes als ungerecht und letztlich die Tatsache, dass nicht einmal kontroliert wird, wer sich gesetzestreu an die Auflagen hält und wer nicht, als inkonsequent und enttarnend. Denn: wäre die "Seuche" wirklich so gefährlich für die "Allgemeinheit", dass sie pandemische Ausmaße annimmt, dann würde damit in der Tat ganz anders umgegangen (es lohnt, den Begriff "Pandemie" nachzuschlagen! Er ist nämlich eine Quantitätsdefinition und bezieht sich zudem aufMenschen - bei Tieren spricht man von Panzootie, macht aber nicht so viel her, weil Otto Normalverbraucher das Wort nicht kennt und sich nicht als Experte fühlen kann).


DARUM geht es mir bei meinem Engagement für das "Aktionsbündnis VogelFrei" - NICHT darum, jede anders lautende Erkenntnis als die, die mir passt, zu ignorieren, sondern der Wahrheit rund um die Vogelgrippe, so pathetisch dies klingt, etwas näher zu kommen.

Afra Korfmann

Aktuelle Pressemeldung

Exempel am Hobbyhalter oder Seuchenschutz???

 

Am 02.12.2016 wurden in Brandenburg Neu Schwante auf grausamste Art und Weise unzählige liebgewonnene Tiere der Familie Müller umgebracht. Die Familie geht heute noch an dem Gartentisch vorbei, der dafür als Schlachtbank missbraucht wurde.

Ein normales Leben, ein fröhlicher Sommernachmittag an diesem Gartentisch?? Undenkbar.

Der Vater wollte seinen Tieren Gutes tun, hat eine Ausnahmegenehmigung von der tierquälerischen Aufstallungspflicht beantragt, eine der Proben, die dafür genommen wurden, war positiv auf ein gering krankmachendes Grippevirus.

 

Das stümperhafte Töten, ausgeführt nicht etwa von einer professionellen Firma, sondern selbstgeplant und durchgeführt von der örtlichen Kreisveterinärin Dr. Gallitschke, musste die Familie über 5 Stunden miterleben. Den Menschen auf dem Hof wurde die Seele verletzt! Die übliche Berichterstattung vergisst dabei, dass auch Tiere ein Empfinden haben. Es wird von infizierten „Stück“ Geflügel geschrieben, als ob es sich um verdorbenes Mehl eines Bäckers handeln würde. Beispielhaft für viele andere sei die Trauerschwanfamilie genannt. Das Pärchen lebt sein Leben lang zusammen und hat dabei eine innige Liebesbeziehung - hier war die Liebe gekrönt von drei zauberhaften Kindern, die die Mutter in 35 Bruttagen aufopferungsvoll ausgebrütet hat und seit dem Schlupf treu umsorgte. Schwäne sind zauberhafte Eltern. Müllers konnten sich daran erfreuen, wie die Eltern die Kinder umsorgten. Das Leben dieser Tiere wurde brutal zerstört, die Schwanenfamilie genauso ausgelöscht, wie die unbekümmerte Freude Ihrer Besitzer daran.

 

Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf.

 

Nicht die beteiligten Feuerwehrleute, nicht die Polizisten tragen die Verantwortung. Selbst der Kreisveterinärin kann nur ein Teil der Schuld zugeschrieben werden. Der Gesetzgeber schreibt den Kreisveterinären die persönliche Haftung in Seuchenfällen zu, Überreaktionen wie hier – vorprogrammiert. Es ist kein Schicksal, wenn ein einzelnes Friedrich-Löffler-Institut (FLI), an dessen Unabhängigkeit kaum einer mehr glaubt, die Gesetzgebung so beeinflusst, dass bei dem Nachweis eines einfachen Grippevirus ganze Bestände getötet werden. Was maßt der Mensch sich an, zu glauben, eine ganz natürliche Existenz von Antikörpern in gesunden Tieren, wie es sie seit hundertausenden von Jahren gibt, durch Tötung dieser Tiere selbst beseitigen zu können.

 

Herr Dr. Mettenleiter, auch verbandelt mit dem Fleischkonzern Tönnies über dessen Stiftung Tönnies Forschung, gibt als Leiter des FLI die Richtung vor. Es werden Tiere in Stallhaft genommen, obgleich Wissenschaftler längst belegen konnten, dass Freilandgeflügel wie Wildvögel eher die Opfer sind, die sich beim Wirtschaftsgeflügel aus Massenhaltungen anstecken, nicht umgekehrt!

 

Müllers wollten freiheitsliebende Wasservögel nicht in enge Ställe pferchen, aber das Gesetz lässt eine Ausnahmegenehmigung faktisch nicht zu. Wie Dr. Mettenleiter selbst erst kürzlich bestätigte, finde man so gut wie in jedem Bestand Antikörper gegen irgend ein Vogelgrippevirus. Eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen ist also ein Spiel des Tierfreunds mit dem Leben seiner Tiere. Diese Konstellation dient dem weiteren Vorantreiben der Massentierhaltung, fördert damit die Ursache der Vogelgrippe und das FLI, das weitere Forschungsgelder zur Bekämpfung der Seuche erwarten darf. Gegen die Seuche würde dagegen ein Verbot der Stallhaltung und eine weit verteilte Geflügelpopulation helfen. Denn stark krankmachende Viren töten schnell, sie können selbst nur existieren, wo genügend Massen an Tieren als Krankheitswirt zur Verfügung stehen.

 

Nicht zuletzt um solche Fehlstellungen in den Gesetzen zu ändern, aber auch, um die Selbstherrlichkeit der Amtsträger nicht ungestraft zu lassen, hat sich über das Forum www.huehner-info.de und viele facebook-Gruppen im Internet das Aktionsbündnis VogelFrei gegründet. Es klärt über Fehlinformationen offizieller Stellen unter www.wildvogel-rettung.de auf und bringt über den Rassegeflügelzüchterverein Flensburg www.rgzv-cimbria.de/h5n8 rechtliche Schritte auf den Weg.

 

Wir empfinden es als unsere Aufgabe, dem Tierschutzverein oder Verband, der sich hier berufen fühlen sollte, juristische Schritte zu prüfen, mit weiterführenden Informationen die ganze Grausamkeit der Geschehnisse offen zu legen.

Für von der Keulung bedrohte Tierhalter hat Mathias Güthe vom Aktionsbündnis VogelFrei unter 0176 41794962 eine Notruftelefonnummer eingerichtet, unter der schnelle Hilfe organisiert werden kann. www.aktionsbuendnis-vogelfrei.jimdo.com

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