Ziele und Forderungen des AVF

 

 Generell: Forderung und Förderung unabhängiger Studien über Ursachen und die Verbreitungswege der Vogelgrippe.

Eine Änderung/ Überprüfung  der Geflügelpestverordnung ist unabdingbar.

 

Dieses beinhaltet:

 • Trennung in der GPVO von Nutztieren und privaten Geflügelhaltungen sowie Zoo- und Freizeitparks etc.

 

Für private Geflügelhalter und Zoo- bzw. Freizeitparks soll hierbei weiter gelten:

 

Keine Aufstallpflicht für private Geflügelhalter
(
Aufstallpflicht für gewerbliche Geflügelhalter nur risikoorientiert und zeitlich begrenzt auf maximal 21. Tage.)
Beprobung ausschließlich bei klinischen Auffälligkeiten
• Keulung nur, sofern ein positiv bestätigtes Testergebnis vorliegt und dieses HPAI ist
• Keulung nur der positiv bestätigten, klinisch auffälligen Tiere – allen anderen  ist Quarantäne zu gewähren

 

  • Keine Keulung auf Verdacht
  • Keine Keulung bei niedrigpathogenem Virus
  •  Tauben, Singvögel und Vogelarten, bei denen bisher noch keine nachgewiesene Infektion in freier Wildbahn oder in einer Haltung nachgewiesen wurde, bzw. bei denen eine Überträgerfunktion nicht nachgewiesen ist,  dürfen nicht unter die GPVO fallen

• Für nicht klinische, nicht beprobte Tiere ist ausschließlich Quarantäne bei Verdacht zulässig
• Beprobung in der Quarantäne nur bei klinisch auffälligen Tieren (vor allem, um eine noch nicht geschehene Verschleppung des Virus durch Veterinäre oder andere Kontaktpersonen zu verhindern)
• Ausbruchsbezogene Aufstallung nur nach eindeutigem, wissenschaftlich haltbarem Beweis, dass von einer Nichtaufstallung ein erhöhtes Infektionsrisiko für andere Nutzgeflügelbestände ausginge
• Markerimpfstoff auf freiwilliger Basis zulassen, der für alle Typen wie H5N3, N5, N8 etc. greift, zulassen. (In der Praxis werden Markerimpfstoffe unter anderem eingesetzt, um die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR), eine Rinderkrankheit, und die Aujeszkysche Krankheit oder Pseudorabies, deren Wirtstiere Schweine sind, in gewissen Ländern auszurotten.) 

 

Möglichkeiten zu wählen zwischen:
• Freilauf auf eigenes Risiko (keine Erstattung durch Tierseuchenkasse)

 • Aufstallung mit Biosicherheitsmaßnahmen

 

Für alle Haltungen geltend:

• Keine vorbeugenden Keulungen klinisch gesunder Tiere (betr. auch Kontaktbestände etc.) 
• Bundeseinheitliche Regelung bei den Ausnahmeanträgen in Bezug auf Sentinelhaltung (Hühner, Gänse, Enten laufen zusammen)

 

Forderung zum Vorgehen bei der Erarbeitung von Maßnahmen

Bei sämtlichen Verordnungen und Maßnahmen (von Stallpflicht über Ausnahmen und Entschädigungen bis Biosicherheit) konnten wir beim gegenwärtigen Ausbruch der Vogelgrippe feststellen, dass offensichtlich ausschließlich Menschen mit der Erarbeitung der Verordnungen und Vorgaben betraut waren, die entweder nur mit industrieller Tierhaltung vertraut sind oder die entsprechend einseitig erfahrene Berater hatten.

 

Es scheint keinerlei Wissen über Rassegeflügel, echtes Freilandgeflügel, Zoo- und Wildparkgeflügel eingeflossen zu sein.

 

 

 

Darum fordern wir für zukünftige Ausarbeitungen, Überarbeitungen und Änderungen neuer Verordnungen und Maßnahmen rund um Geflügel und Geflügelhaltung seitens des Staates, dass Vertreter folgender Interessengruppen beratend in die Ausarbeitungen einbezogen werden und ihre Stellungnahme vor Beschlussfassung von den Beschluss fassenden Gremien gehört wird:

 

 

 

Für die privaten, nicht organisierten Geflügelhalter ein Vertreter des AVF

 

Für die Rassegeflügelhalter ein Vertreter des BDRG

Für die kleinen Freilandnutzgeflügelhalter ein Vertreter…..

 

 Für die Zoos und Wildparks ein Vertreter ….

 Für die Wildtierauffangstationen und die Tierheime…..