Informationen zum inhaltlichen Hintergrund der Klage

Die Vogelgrippe ist eine Krankheit, die gesundes Freilandgeflügel in aller Regel nicht infiziert und die noch nie über Freilandgeflügel verbreitet wurde. Auch die vielzitierten "Wildvögel" sind laut Kompendium der Geflügelkrankheiten (Siegmann/ Neumann - FLI-nah!) äußerst selten von der Erkrankung betroffen. Allein deswegen stellt sich die Frage, weswegen man in Gebieten jenseits der Gewässer und der Vogelzuglinien sein Geflügel vor Wildvögeln schützen soll.

Die  Aviäre Influenza bricht aber regelmäßig in Massentierhaltungen aus (in Cloppenburg/ Barßel sogar im gleichen Betrieb zweimal binnen zwei Jahren! Eine erstaunliche Leistung der Wildvögel als Überträger....) , wo eine hohe Tierdichte und schlechte klimatische Bedingungen in Verbindung mit einem untrainierten Immunsystem dazu beitragen, dass immer wieder neue Mutationen der Viren entstehen können.

Da der weltweite Geflügelmarkt von wenigen Konzernen beherrscht wird, die ihre Tochterunternehmen auch weltweit mit ihren Produkten beliefern, wird das Virus schnell über die Handelswege weltweit verbreitet. Der Vogelzug wäre dazu niemals in dieser Geschwindigkeit und schon gar nicht in Ost/Westrichtung in der Lage. Und nein, wir sprechen hier selbstverständlich nicht von Einzelindividuen sondern meinen die Stafetten-Verbreitung.

 

Das Friedrich-Loeffler-Institut FLI, welches die Empfehlung zur Aufstallung ausspricht, und viele Politiker sehen wir aus verschiedenen Gründen in Sachen Erforschung der Verbreitungswege nicht als vollständig neutral an. Das FLI hat z.B. einen Förderverein, dessen Mitglieder überwiegend aus der Tierpharmaindustrie stammen. Die beiden Wesjohanngruppen PHW und EW sind große Steuerzahler, Parteispender und Arbeitgeber in Deutschland - „Wiesenhof“ und „Lohmann Tierzucht“ gehören dazu.

Auch andernorts werden mikrobiologische Analysen nachweislich nicht in den staatlichen tierärztlichen Untersuchungsämtern, sondern bei Lohmann vorgenommen, weil dort die bessere Laborausstattung sei. Unser Vertrauen in die staatliche Forschung in Hinblick auf die Aviäre Influenza ist deswegen, um es positiv zu formulieren, leicht getrübt.

 

Wenn jetzt also regional Wildvögel infiziert werden und es auch zu Ausbrüchen bei Freilandhaltern kommt, dann wurden diese, dies soll objektiv erforscht erforscht sein, vermutlich über die Massentierhaltung infiziert und nicht wie offiziell behauptet wird, umgekehrt durch Wildvögel. Dafür kommt der Mist aus diesen Anlagen, der über die Felder ausgebracht in die Gewässer gelangt als eine Quelle von vielen (Fischfutter aus Tierkadavern usw.) in Frage.

Insgesamt kann deswegen die Argumentation rund um die flächendeckende Stallpflicht für unzureichend hinterfragt, die Keulungen, die bei Infektion eines EINZIGEN Tieres innerhalb eines klinisch unauffälligen Bestandes vollzogen werden für unmäßig und unangemessen und alles in allem die gesamte Geflügelpestverordnung für eine der Geflügelgroßindustrie verpflichtete Maßnahme, die auf Kosten des Freilandgeflügels, der Kleinhalter und letztlich aller betroffener Tiere ausgetragen wird, auch rechtlich hinterfragt werden.

Dass es anders geht, sah und sieht man aktuell am Opel-Zoo, wo ein de facto mit H5N8 infiziertes Tier gefunden wurde. Alle anderen Tiere sind nun in Quarantäne - eine angemessene Art der Stallpflicht in diesem Fall! - und haben damit eine Überlebenschance. Warum dies unseren Tieren verwehrt bleiben soll, ist nicht einsehbar!

 

Das AVF sammelt dafür Daten und Fakten, bündelt diese hier, welche den Anwälten - auch mittels dieser HP - zur Verfügung gestellt werden.

 

Spenden, die an den Förderverein gehen, sollen sowohl  für einen Ansatz zur langfristigen Veränderung des Tiergesundheitsgesetzes (TierGS), insbesondere der Geflügelpestverordnung (GeflPestSchV) verwandt werden, ebenso wie  für eine direkte Unterstützung von Aktionen und  Hilfemaßnahmen.