Wären wir eine HühnerHerde...

Immer wieder taucht, völlig verständlicherweise, die Frage auf, warum das Aktionsbündnis kein Verein ist. Wir bemühen deswegen eine Metapher: die Hühnerherde.

  • Ein Verein ist eine Rechtsform, die, um bestehen zu können, Zeit braucht. Diese Zeit hatten und haben wir nicht. Wir sind keine auf eine Legeperiode ausgelegte Gruppe.
  • In einem Verein gibt es klare, stabilisierende - aber auch die Handlungsfähigkeit Einzelner eingrenzende - Strukturen. Das wollen wir nicht. Wir sind unabhängig von der Gnade einer fütternden Person, haben dafür aber auch keinen Schutz vor Raubtieren.
  • Als Verein unterliegt man rechtlichen Vorgaben, nötigen Vereins- und Vorstandstreffen. Das können wir - voll berufstätig, von Flensburg bis Lindau - nicht leisten. Wir müssen nicht jeden Tag ein Ei legen, um existieren zu dürfen, brauchen keine besonderen Federn, um nicht geschlachtet zu werden und dürfen unser Futter auf dem Mist suchen. Dafür kommen wir aber auch nicht, wenn ein Körnergeber ruft. Könnte ja sein, wir haben gerade einen echt wichtigen Wurm im Schnabel.
  • Jeder Einzelne kann für das Aktionsbündnis sprechen und handeln und verpflichtet sich damit selbst dessen Zielen. Damit ist aber auch jeder Einzelne verantwortlich. Wird ein Greifvogel gesichtet, gibts einen lauten Schrei in die Herde - und dann Fersengeld, um die eigene Haut zu retten!
  • Unsere internetbasierte Kommunikation ermöglicht uns schnelles Handeln. Das wollen wir erhalten. Wir gackern und gluckern dauernd vor uns hin.

 

Wären wir eine Hühnergruppe, dann hätten wir also ein paar Alphatiere und viele Herdenhühner, die alle sowohl für sich selbst sorgen, als auch das Wohl der Herde im Blick haben und Gruppen bilden.  Wir wären frei lebende Buschhühner, die niemandem außer sich selbst verpflichtet sind.

 

Um die Herde zu erhalten, aber dennoch eine Möglichkeit anbieten zu können, uns finanziell dauerhaft oder punktuell zweckgebunden zu unterstützen, gibt es den Förderverein Aktionsbündnis VogelFrei.