dafür setzen wir uns ein:             gegen Pauschale Stallpflicht -  gegen das Vorsorgliche Töten

März 2017 in Deutschland. Nach wie vor sitzen tausende Hühner und anderes Geflügel in Haft. Wegen eines Gesetzes, das in Hinblick auf seine Wirksamkeit  nach wie vor nicht überprüft ist. Aufgrund einer Maßnahme, die in Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Unabdingbarkeit nicht als definitiv geeignet betrachtet werden kann (es kam auch nach Verhängen der Stallpflicht zu vermehrten Ausbrüchen).

Die Maßnahme der Stallpflicht und der Keulung ist bei fehlender Wirksamkeit insofern auch nicht zwingend erforderlich und letztlich, vor allem in Hinblick auf ihre Folgen und im Verhältnis zu den bekanten Fallzahlen schließlich auch nicht angemessen und unverhältnismäßig. Jetzt, im März 2017, gehen die Tiere auf einander los. Die Hähne nutzen die fehlende Versteckmöglichkeit der Hennen /siehe unten), sie attackieren sich zudem gegenseitig - jetzt leiden die Tiere auf ein Maß, das mit TIERSCHUTZ nichts mehr zu tun hat.

Damit findet eine Entrechtung der Tierhalter und ihrer Tiere statt, die wir so nicht weiter hinnehmen werden.


Das bedeutet das Wort "Stallpflicht" für die Hühner in Zucht- oder Kleinhaltungsherden - für einen Virus, der für Menschen ungefährlich ist:

1. In Dithmarschen waren in einem Freilandbetrieb Vogelgrippeviren gefunden worden. Nach Test zeigte sich: Die Freilandgänse desselben Betriebs auf der anderen Straßenseite hatten sich nicht angesteckt.
2. Im Opelzoo in Kronsberg war ein an Vogelgrippe verstorbener Vogel inmitten seiner Artgenossen gefunden worden. Der Zoo ließ testen statt keulen, es wurde kein einziges Tier gekeult, weil sich kein einziges angesteckt hatte.
3. In Oberhavel wurden über 500 freilandgehaltene Tiere wegen Vogelgrippe gekeult. Die Freilandhünhner des Nachbarn hatten nichts.
4. In Damme wurden gerade über 8.000 Puten wegen Vogelgrippe gekeult. Das Land ließ die umgebenden Ställe mit zehntausenden Tieren testen-es hatte sich kein einziges Tier angesteckt. Daher wird außer dem betroffenen Betrieb nichts gekeult. Da hat man aus Barßel gelernt.
5. Bei vielen "Ausbrüchen" mit dem derzeitigen Erreger gibt es keine bzw. nur sehr wenige tote Tiere. 2014 in Südkorea: 0 tote Tiere, 2015 in Kalifornien: 0 tote Tiere, 2016 in Barßel von 15.975 Puten 50 tote Tiere (etwa 9% sterben während der Mast eh, also ca. 1.500 tote Puten sind normal, da sind 50 doch überhaupt nicht auffällig).
6. Für den Menschen besteht beim derzeitigen Erreger überhaupt keine Gefahr.

Warum nochmal Stallpflicht?

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Präsentation zum Thema von Dr. I. Irmler
20170115 HPAI H5N8 und Stallpflicht
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... und dennoch: LEGAL BLEIBEN!

Obwohl es hart an die Grenze des Erträglichen geht, wenn man die eigenen Tiere leiden sieht und sich hilflos fühlt, möchten wir auf dem legalen Weg kämpfen. Unser Ziel ist es, die Politik davon zu überzeugen, dass sie den falschen Weg auf Kosten der Tiere geht. Wir möchten aufklären, wenn es sein muss, prozessieren, protestieren und diejenigen, die in Not geraten sind, unterstützen.

Wir scheuen keine Konfrontation - weder mit der Politik, noch mit dem Recht, noch mit den Medien - aber wir möchten und werden NICHT gegen das Gesetz verstoßen. Auch aus diesem Grund haben wir die Grafik des FLI auf Wunsch des FLI von unserer Seite genommen, auch aus diesem Grund werden wir nicht dazu aufrufen, die Stallpflicht zu missachten. Jeder, der dies tut, tut dies auf eigenes Risiko und aus eigenem Wunsch heraus, Rechtsbruch ist kein Ziel des Aktionsbündnisses - Kritik schon!


KEULEN

Das bedeutet das Wort "Keulen"

Beim Keulen wird nicht abgewartet, ob die Tiere, innerhalb deren Bestand ein krankes Tier gefunden wurde, überhaupt infiziert sind.

Es gilt: ein Tier krank (nicht mal unbedingt: ein Tier positiv getestet - und zwar per Abstrich, nicht per Bluttest!) = alle anderen Tiere tot.

Das wiederum heißt, dass tausende gesunde, nicht-infizierte, vielleicht nicht einmal das Virus überhaupt in sich tragende, oder sogar das Virus selbst abgewehrt habende, Tiere sinnlos und vor allem brutal (nein, sie werden nicht eingeschläfert!) getötet werden.

Sie werden vorsorglich getötet - und wenn sich schließlich herausstellt, dass außer diesem einen einzigen Tier kein anderes krank war, dann auch sinnlos, unnötig und umsonst - ganz abgesehen davon, dass hier die Chance verspielt wird, Resistenzen zu erzüchten.

 

 

EU WILL DAUERAUFSTALLUNG!

Es ist skandalös: Der Durchführungsbeschluss der EU-Kommission vom 14.2. ermöglicht eine Ausweisung von Hochrisikogebieten und dort schließlich die Daueraufstallung. DESWEGEN haben überall alle so nett eingelenkt. Wir sollten beruhigt werden...
Und auf der ersten Seite des unten verlinkten Dokumentes schreiben sie, worum es geht: "Die Seuche kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Rentabilität von Geflügelhaltungsbetrieben haben." - Dabei ignorieren die Entscheider maßgeblich, dass die Ergebnisse der UN Task-Force eine andere Marschrichtung empfiehlt!  Leute, JETZT ERST RECHT!
http://www.was-steht-auf-dem-ei.de/fileadmin/Aktuelles/KOM-DurchfuehrungsbeschlussBiosicherheit-2017-263-DE.pdf

Mail an die EU-Kommission:

Sehr geehrte EU- Kommission,

"die Seuche kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Rentabilität von Geflügelhaltungsbetrieben haben"

 

Diese Äußerung entsetzt, wie verwundert..

Aufgrund einer Vermutung soll nun der Weg zu einer dauerhaften, nicht artgerechten Stallpflicht verordnet werden?

Das wirft viele Fragen auf - u.a. diese:

Steht das EU Recht vor den Tierschutzgesetzen der Mitgliedsländer?

Stehen Bundesländern das Recht zu, "Ausnahmen" zuzulassen?

Kennen Sie die UN Taskforce Empfehlungen zum Umgang mit der Vogelgrippe?

Mit freundlichen Grüßen

 Nicole Zimmer- im Aktionsbündnis VogelFrei

Wie andere EU-Länder agieren

Dänemark:

In Dänemark wird z.B. von Seiten des Staates längst nicht entsprechendes Aufhebens gemacht. Dort gab es auch einige Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln. b diese sich anderswo angesteckt haben oder die Influenza mitbrachten, ist ungeklärt. Und obwohl die Dänen nicht alle Halter dazu verdonnert haben, landesweit alles Geflügel aufzustallen, gab es kaum nennenswerte Ausbrüche in Geflügelbeständen. Aufgestallt wurde nur in Beobachtungszonen, wo wirklich infizierte Vögel gefunden wurden (z. B. in Ålsgårde auf Nordsjælland wurde eine solche 3 km-Zone am 21.1. eingerichtet, weil bei einem Hobby-Geflügelhalter H5N8 aufgetreten war und nun, da weiter nichts aufgetreten ist, am 22.12. wieder aufgehoben). Die Dänen halten sich also auch an die anvisierten Zeiträume der Sicherheitsmaßnahmen und denen sie nicht aus nicht nachvollziehbaren Gründen aus. Der Bestand wurde allerdings gekeult. Betont wird in den Verordnungen, dass man möglichst schnell wieder zu einem Normalzustand kommen möchte. Das ist es, was sich viele Halter in Deutschland auch wünschen.
Allerdings gibt es bei den dänischen Nachbarn auch Routinekontrollen in großen Geflügelbeständen. Bevor Geflügel das Land verlässt, muss z.B. mittels einer Blutprobe getestet werden ob keine aviäre Influenza vorliegt. Das ist insofern sinnvoll, als auf diesem Wege deutlich vermieden wird, dass Viren aus Großställen heraus transportiert werden. Sind die Dänen da jetzt ehrlicher als die Deutschen? Realistischer allemal, denn so möchte man Handelsbeschränkungen zuvor kommen. (auf der Grundlage eines Beitrags von Frauke Simon, 31.12.16)
http://ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/risk-assessment-avian-influenza-H5N8-europe.pdf

 

Probleme mit der Stallpflicht?

"Könnte man nicht auch argumentieren, dass eine Verordnung, deren Sinnhaftigkeit von vielen bezweifelt wird, es auch schwerer hat befolgt zu werden. Ich kenne einige Hobby-Geflügelhalter, die nirgendwo organisiert sind und ihre Tiere momentan, wann immer sie keine Restriktionen befürchten müssen, rauslassen. Sollte es wirklich mal Ernst werden, dass im 3 km-Umkreis Vogelgrippe auftritt, wären diese eventuell auch nicht zur konsequenten Aufstallung bereit." (befürchtet Frauke Simon)

 

Und wenn sie an dieser Stelle recht hat, bedeutet das Folgendes: Eine Maßnahme, die nicht umgesetzt wird, IST kein Maßnahme - wäre es deswegen nicht viel logischer, die Maßnahmen dort zu ergreifen, wo sie umgesetzt werden und auch kontrolliert werden können? Nämlich in der Massentierhaltung!

Unser Thema - Aviäre Influenza und der Umgang damit

Einmal mehr ist die Vogelgrippe Thema in den Medien.

 Anlass, die bestehenden Maßnahmen wie massenhafte, grausame Keulungen und die flächendeckende, nicht tiergerechte Aufstallpflicht zu hinterfragen.

Um dieses Hinterfragen zu bewältigen, haben wir das "Aktionsbündnis VogelFrei“, nicht nur in der letzten Novemberwoche 2016 gegründet, sondern bundesweit (teilweise auch aus den Nachbarländern unterstützt) bis zum 7.12.2016 knapp 12.000 Euro von insgesamt etwa 200 Klageunterstützern akquiriert, um mit demokratischen Mitteln, die Mittel der derzeitigen Politik zu beleuchten.

 Wir werden anwaltlich vertreten,  um eine Musterklage gegen die pauschale Aufstallpflicht und gegen nicht tiergerechte Keulung bei bloßen Verdachtsfällen einreichen.

In den letzten Wochen haben wir als virtuelles Team ziel- und sachorientiert diverse Fakten, Beobachtungen und wissenschaftliche Thesen gesammelt, die Ihnen hier zur Verfügung stehen: https://www.wildvogel-rettung.de/. Regelmäßig werden hier die Zahlen, die das Friedrich-Loeffler-Institut publiziert, übernommen und mit den entsprechenden Medienmeldungen abgeglichen.

 Wir verstehen uns als bundesweites Aktionsbündnis, das die Maßnahmen im Umgang mit viralen Epidemien hinterfragt und jene nicht pauschalisiert beantwortet wissen will.

Wir sind eine Gruppe landwirtschaftlich engagierter und naturnah lebender Menschen, Kleinhalter, Hobbyzüchter und sogenannte „Kuschelhuhnhalter“, die

- nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel fragen,

-eine objektive wissenschaftliche Untersuchung der Vogelgrippe fordern (jenseits des FLI= Friedrich Löffler Institut)

- und  erwarten, dass die von ihnen in demokratischer Wahl gewählten Politiker die Sorge um den Lobbyismus in der Geflügelindustrie ernst nehmen.

Die Tatsache, dass binnen kürzester Zeit so viele Unterstützer gefunden wurden, spricht unserer Ansicht nach Bände.

 

Für das Aktionsbündnis VogelFrei