EU WILL DAUERAUFSTALLUNG!

Es ist skandalös: Der Durchführungsbeschluss der EU-Kommission vom 14.2. ermöglicht eine Ausweisung von Hochrisikogebieten und dort schließlich die Daueraufstallung. DESWEGEN haben überall alle so nett eingelenkt. Wir sollten beruhigt werden...
Und auf der ersten Seite des unten verlinkten Dokumentes schreiben sie, worum es geht: "Die Seuche kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Rentabilität von Geflügelhaltungsbetrieben haben." - Dabei ignorieren die Entscheider maßgeblich, dass die Ergebnisse der UN Task-Force eine andere Marschrichtung empfiehlt!  Leute, JETZT ERST RECHT!

http://www.was-steht-auf-dem-ei.de/fileadmin/Aktuelles/KOM-DurchfuehrungsbeschlussBiosicherheit-2017-263-DE.pdf

Mail an die EU-Kommission:

Sehr geehrte EU- Kommission,

"die Seuche kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Rentabilität von Geflügelhaltungsbetrieben haben"

Diese Äußerung entsetzt, wie verwundert..

Aufgrund einer  Vermutung soll nun der Weg zu einer dauerhaften, nicht artgerechten Stallpflicht verordnet werden?

Das wirft viele Fragen auf- u.a. diese:

Steht das EU Recht vor den Tierschutzgesetzen der Mitgliedsländer?

Stehen Bundesländern das Recht zu,  "Ausnahmen" zuzulassen?

Kennen Sie die UN Taskforce Empfehlungen zum Umgang mit der Vogelgrippe?

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Zimmer- im Aktionsbündnis VogelFrei

Über Uns - Aktionsbündnis VogelFRei

Das Aktionsbündnis VogelFrei versteht sich als Vertretung aller Geflügelhalter in der Öffentlichkeit, die sich mit unseren Zielen (siehe "Unsere Ziele") identifizieren können und diese erreichen möchten oder uns beim Erreichen derselben unterstützen. Damit sehehn wir uns insbesondere als Anlaufstelle für nicht im (Rassezucht-) Verein organisierte Geflügelhalter, Klein- und Kleinsthalter, für Zoos und ähnliche Haltungsformen, für Landwirte, die andere Wege gehen als die Massentierhalterbetriebe und für Sebstversorger. Auch für Rassegeflügelzüchter sind wir, in Kooperation mit dem BDRG, da.

Es geht letztlich um ein gemeinsames Ziel: die artgerechte Tierhaltung, Freilandhaltung oder große Auslaufhaltung als Regelform - Stallpflicht als Ausnahme, Keulen nur bei de facto Befund und klinischem Erscheinungsbild der Erkrankung.

Insofern sind wir Anlaufstelle für alle, die eben dieses wünschen und fordern!


Der inhaltliche Antrieb

Bei sinkenden Fallzahlen im Wildvogelbereich trifft es nach vor vielen Monaten ausgerufener Stallpflicht zusehends Geflügelbetriebe, in denen die Seuche ausbricht. Die Anfrage der GRÜNEN im Januar ergab, dass etwa 2/3 Großbetriebe betroffen waren.

 Seltsam, angesichts der Tatsache, dass es hier ja aufgrund der Stalllpflicht und Biosischerheitsmaßnahmen eigentlich nicht mehr zu Eintragungen des H5N8-Virus hätte gekommen sein dürfen....

 Wir fragen uns, wie die Ministerien die Maßnahme der Aufstallung ausgedehnt und unter alleiniger Berufung auf das Friedrich-Loeffler-Institut rechtfertigen wollen - es gibt genug Gegenthesen zur Verbreitung der Viren, es gibt genug Gründe, den Status Quo zu hinterfragen.

 

Denn nach wie vor gilt: H5N8 wurde in nur vergleichsweise wenigen Fällen bei Wildvögeln gefunden und ist nicht auf den Menschen übertragbar.

 

Deswegen wehren wir uns gegen die Stallpflicht als „flächendeckende Maßnahme“, gegen Keulungen gesunder Tiere, machen Vorschläge, wie man anders verfahren könnte und streben langfristig die Überarbeitung der bestehenden Geflügelpestverordnung an.

 

Wir sind eine ständig wachsende Gruppe von Menschen, die die Aufstallpflicht hinterfragen und die nicht mehr bereit sind, den sinnlosen Massentötungen zuzusehen.

 Es steht außer Frage, dass Tierseuchengeschehen ernst genommen werden müssen, dazu gehört in unseren Augen aber auch ein ernstzunehmender, objektiver und neutraler Forschungsansatz.

 Außerdem gehört für uns dazu, den Respekt vor dem Individuum und vor dessen Lebensrecht zu wahren.

 Beides findet in der Geflügelpestverordnung vom 18.10.2007 in unseren Augen zu wenig Raum.

Wir verstehen uns als bundesweites Aktionsbündnis, das die Maßnahmen im Umgang mit der Aviären Influenza bei Geflügel hinterfragt und damit der einseitigen Informationspolitik der ausführenden Stellen entgegen wirken will.

Wir bezweifeln angesichts der finanziellen und personellen Nähe des FLI ( Friedrich Loeffler Institut) zur Industrie seine Unabhängigkeit und daraus resultierend die Richtigkeit seiner Risikoeinschätzung und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.

Ferner fordern wir eine alsbaldige Aufhebung der aktuellen Stallpflicht, wie sie in vielen Bundesländern in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Geflügelgroßindustrie zu deren Schutz und Absicherung verhängt wurde.

Insbesondere, da auch laut Fachliteratur die Wildvögel kaum als Reservoir dienen (Siegmann/ Neumann: Kompendium der Geflügelkrankheiten, S. 147 ff., Schlütersche, 7. A), stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit der flächendeckenden Stallpflicht in Gegenden, in denen erfahrungsgemäß keine Wassergeflügelarten vorkommen.

 

Wir sprechen einer Seuche nicht ihre Gefährlichkeit ab - aber wir wollen eine adäquate Einschätzung der aktuellen Seuchenlage und eine angemessene Reaktion auf anders lautende Fakten als die, die das FLI nennt und deutet.

Bestandsisolationen können sinnvoll sein - aber dazu gehört sehr viel mehr, und zwar auf der politischen Ebene:

 

 

 Überwältigt von der unerwarteten Resonanz auf das Aktionsbündnis VogelFrei

Wir haben, überwältigt von der unerwartet hohen Resonanz auf das Aktionsbündnis VogelFrei und die vielen Rückmeldungen  Ende Januar einen Förderverein für das Aktionsbündnis VogelFrei gegründet, der derzeit notariell geprüft wird. Im Zuge dessen wurde ein Konto eingerichtet. Nach Anerkennung des Vereins können wir Spendenbescheinigungen ausstellen.

  Wir haben jetzt auch ein Paypal-Konto: AB_VogelFrei@web.de

 

Auch sie würden getötet - wegen einer Grippe des Nachbarn!