Über Uns - Aktionsbündnis VogelFRei

Wir wurden vom FLI aufgefordert, die hier platzierten Graphiken des FLI´s und die modifizierte Graphik von Herrn Lehnsherr zu löschen.

Wir versichern an dieser Stelle öffentlich, dass wir die Verwendung der Graphiken unterlassen verwenden werden.

Nicole Zimmer

 


Der inhaltliche Antrieb

Bei sinkenden Fallzahlen im Wildvogelbereich trifft es nach vor vielen Wochen, teilweise schon Monaten, ausgerufener Stallpflicht zusehends Geflügelbetriebe, in denen die Seuche ausbricht.

Seltsam, angesichts der Tatsache, dass es hier ja aufgrund der Stalllpflicht und Biosischerheitsmaßnahmen eigentlich nicht mehr zu Eintragungen des H5N8-Virus hätte gekommen sein dürfen....

 

Wir fragen uns, wie die Ministerien die Maßnahme der Aufstallung ausgedehnt und unter alleiniger Berufung auf das Friedrich-Loeffler-Institut rechtfertigen wollen - es gibt genug Gegenthesen zur Verbreitung der Viren, es gibt genug Gründe, den Status Quo zu hinterfragen.

 

Denn nach wie vor gilt: H5N8 wurde in nur vergleichsweise wenigen Fällen bei Wildvögeln gefunden und ist nicht auf den Menschen übertragbar.

 

Deswegen wehren wir uns gegen die Stallpflicht als „flächendeckende Maßnahme“, gegen Keulungen gesunder Tiere, machen Vorschläge, wie man anders verfahren könnte und streben langfristig die Überarbeitung der bestehenden Geflügelpestverordnung an.

 

Wir sind eine ständig wachsende Gruppe von Menschen, die die Aufstallpflicht hinterfragen und die nicht mehr bereit sind, den sinnlosen Massentötungen zuzusehen.

 Es steht außer Frage, dass Tierseuchengeschehen ernst genommen werden müssen, dazu gehört in unseren Augen aber auch ein ernstzunehmender, objektiver und neutraler Forschungsansatz.

 Außerdem gehört für uns dazu, den Respekt vor dem Individuum und vor dessen Lebensrecht zu wahren.

 Beides findet in der Geflügelpestverordnung vom 18.10.2007 in unseren Augen zu wenig Raum.

Wir verstehen uns als bundesweites Aktionsbündnis, das die Maßnahmen im Umgang mit der Aviären Influenza bei Geflügel hinterfragt und damit der einseitigen Informationspolitik der ausführenden Stellen entgegen wirken will.

Wir bezweifeln angesichts der finanziellen und personellen Nähe des FLI ( Friedrich Loeffler Institut) zur Industrie seine Unabhängigkeit und daraus resultierend die Richtigkeit seiner Risikoeinschätzung und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.

Ferner fordern wir eine alsbaldige Aufhebung der aktuellen Stallpflicht, wie sie in vielen Bundesländern in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Geflügelgroßindustrie zu deren Schutz und Absicherung verhängt wurde.

Insbesondere, da auch laut Fachliteratur die Wildvögel kaum als Reservoir dienen (Siegmann/ Neumann: Kompendium der Geflügelkrankheiten, S. 147 ff., Schlütersche, 7. A), stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit der flächendeckenden Stallpflicht in Gegenden, in denen erfahrungsgemäß keine Wassergeflügelarten vorkommen.

 

Wir sprechen einer Seuche nicht ihre Gefährlichkeit ab - aber wir wollen eine adäquate Einschätzung der aktuellen Seuchenlage und eine angemessene Reaktion auf anders lautende Fakten als die, die das FLI nennt und deutet.

Bestandsisolationen können sinnvoll sein - aber dazu gehört sehr viel mehr, und zwar auf der politischen Ebene:

 

Ziele und Forderungen des AVF

 

 Ø Generell: Forderung und Förderung unabhängiger Studien über Ursachen und die Verbreitungswege der Vogelgrippe.

Eine Änderung/ Überprüfung  der Geflügelpestverordnung ist unabdingbar.

 

Dieses beinhaltet:

 • Trennung in der GPVO von Nutztieren und privaten Geflügelhaltungen sowie Zoo- und Freizeitparks etc.

 

Für private Geflügelhalter und Zoo- bzw. Freizeitparks soll hierbei weiter gelten:

 

Keine Aufstallpflicht für private Geflügelhalter
(
Aufstallpflicht für gewerbliche Geflügelhalter nur risikoorientiert und zeitlich begrenzt auf maximal 21. Tage.)
Beprobung ausschließlich bei klinischen Auffälligkeiten
• Keulung nur, sofern ein positiv bestätigtes Testergebnis vorliegt und dieses HPAI ist
• Keulung nur der positiv bestätigten, klinisch auffälligen Tiere – allen anderen  ist Quarantäne zu gewähren

 

·        keine Keulung auf Verdacht

·        Keine Keulung bei niedrigpathogenem Virus

 

  • Tauben, Singvögel und Vogelarten, bei denen bisher noch keine nachgewiesene Infektion in freier Wildbahn oder in einer Haltung nachgewiesen wurde, bzw. bei denen eine Überträgerfunktion nicht nachgewiesen ist,  dürfen nicht unter die GPVO fallen

• Für nicht klinische, nicht beprobte Tiere ist ausschließlich Quarantäne bei Verdacht zulässig
• Beprobung in der Quarantäne nur bei klinisch auffälligen Tieren (vor allem, um eine noch nicht geschehene Verschleppung des Virus durch Veterinäre oder andere Kontaktpersonen zu verhindern)
• Ausbruchsbezogene Aufstallung nur nach eindeutigem, wissenschaftlich haltbarem Beweis, dass von einer Nichtaufstallung ein erhöhtes Infektionsrisiko für andere Nutzgeflügelbestände ausginge
• Markerimpfstoff auf freiwilliger Basis zulassen, der für alle Typen wie H5N3, N5, N8 etc. greift, zulassen. (In der Praxis werden Markerimpfstoffe unter anderem eingesetzt, um die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR), eine Rinderkrankheit, und die Aujeszkysche Krankheit oder Pseudorabies, deren Wirtstiere Schweine sind, in gewissen Ländern auszurotten.) 

 

Möglichkeiten zu wählen zwischen:
• Freilauf auf eigenes Risiko (keine Erstattung durch Tierseuchenkasse)

 • Aufstallung mit Biosicherheitsmaßnahmen

 

Für alle Haltungen geltend:

 

• Keine vorbeugenden Keulungen klinisch gesunder Tiere (betr. auch Kontaktbestände etc.) 
• Bundeseinheitliche Regelung bei den Ausnahmeanträgen in Bezug auf Sentinelhaltung (Hühner, Gänse, Enten laufen zusammen)

 

 

 Überwältigt von der unerwarteten Resonanz auf das Aktionsbündnis VogelFrei

Wir haben, überwältigt von der unerwartet hohen Resonanz auf das Aktionsbündnis VogelFrei und die vielen Rückmeldungen  Ende Januar einen Förderverein für das Aktionsbündnis VogelFrei gegründet, der derzeit notariell geprüft wird. Im Zuge dessen wurde ein Konto eingerichtet. Nach Anerkennung des Vereins können wir Spendenbescheinigungen ausstellen.